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Arbeitsschutz: Gefahrstoffe in der stationären und ambulanten Pflege
4 Lernmodule (16:37 Min)
Zusammenfassung
Arbeitsschutz und Gefahrstoffe in ambulanter und stationärer Pflege: Pflegeteams erkennen Gefahrenpotenziale, verstehen gesetzliche Vorgaben und erlernen den sicheren Umgang mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Kurs vermittelt Schutzmaßnahmen, Kennzeichnung und Praxisanwendungen.
Kursbeschreibung
Als Gefahrstoffe werden Stoffe, Gemische oder Erzeugnisse bezeichnet, die gefährliche Eigenschaften aufweisen und zu akuten oder chronischen Gesundheitsschäden führen können. Sind Gefahrstoffe Teil des Arbeitsprozesses, müssen unbedingt Schutzmaßnahmen getroffen werden.
Doch gibt es in der ambulanten und stationären Pflege überhaupt Gefahrstoffe? Die Antwort ist ganz klar: Ja! Denn wussten Sie, dass schon Reinigungs- und Desinfektionsmittel zur Kategorie der Gefahrstoffe zählen?
Gefahrstoffe haben ein ganz individuelles Gefahrenpotenzial: Bei manchen reichen bereits Maßnahmen wie eine gute Lüftung aus, um die eigene Gesundheit zu schützen - Bei anderen Gefahrstoffen müssen jedoch erweiterte Schutzmaßnahmen getroffen werden.
Wie Sie Gefahrstoffe erkennen, welche gesetzlichen Vorgaben es zu beachten gibt und wie Sie sich vor Gefahrstoffen schützen, erklärt Ihnen die Fachkraft für Arbeitssicherheit Jeannette Borch in dieser Arbeitsschutzunterweisung.
Für Ihre Praxis: Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung finden Sie im Anhang des Kurses.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Definition: Gefahrstoffe
- Aufnahmewege
- Verpflichtungen des Arbeitgebers und gesetzliche Vorgaben
- Kennzeichnung von Gefahrstoffen
- Sicherheitsdatenblatt
- Betriebsanweisung
- Schutzmaßnahmen
Häufig gestellte Fragen
Welche Gefahrstoffe kommen typischerweise in der stationären und ambulanten Pflege vor?
In der Pflege gehören unter anderem Reinigungs- und Desinfektionsmittel, bestimmte Arzneimittel und chemische Hilfsmittel zu den typischen Gefahrstoffen. Diese Stoffe begegnen Fachkräften sowohl in stationären als auch in ambulanten Settings regelmäßig im Arbeitsalltag.
Wie erkenne ich Gefahrstoffe im Pflegealltag und welche Kennzeichnungen sind zu beachten?
Gefahrstoffe sind meist durch spezielle Gefahrstoffsymbole und Hinweistexte auf der Verpackung gekennzeichnet. Zudem liefern Sicherheitsdatenblätter und Betriebsanweisungen wichtige Informationen über Art und Gefahren der verwendeten Stoffe.
Welche gesetzlichen Vorgaben muss mein Arbeitgeber im Umgang mit Gefahrstoffen in der Pflege einhalten?
Arbeitgeber sind verpflichtet, Gefahrstoffe zu kennzeichnen, Beschäftigte zu unterweisen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen unter anderem die Bereitstellung von Schutzausrüstung und das Aushändigen von Betriebsanweisungen laut Gefahrstoffverordnung.
Welche Schutzmaßnahmen sind bei der Arbeit mit Gefahrstoffen in der Pflege besonders wichtig?
Die Schutzmaßnahmen reichen von einfacher Lüftung über das Tragen von Schutzhandschuhen und geeignete Lagerung bis hin zu speziellen Absaugeinrichtungen, je nach Gefahrenpotenzial des Stoffes. Jeder Mitarbeitende sollte individuell geschult werden, um die geeigneten Schutzmaßnahmen umzusetzen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Sicherheitsdatenblatt und einer Betriebsanweisung im Umgang mit Gefahrstoffen?
Das Sicherheitsdatenblatt informiert umfassend über die Eigenschaften, Gefahren und den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen, oft vom Hersteller. Die Betriebsanweisung wird vom Arbeitgeber erstellt und passt die Maßnahmen genau auf den jeweiligen Arbeitsplatz und die konkreten Arbeitsabläufe an.
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