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Arbeitsschutz: Gefahrstoffe in der ambulanten Pflege
5 Lernmodule (17:57 Min)
Zusammenfassung
Arbeitsschutz und Gefahrstoffe in der ambulanten Pflege: Mitarbeitende erkennen Risiken durch Reinigungs- und Desinfektionsmittel, setzen gesetzliche Vorgaben um und wenden Schutzmaßnahmen evidenzbasiert an. Schwerpunkt sind Sicherheitsdatenblätter und betriebsspezifische Anweisungen.
Kursbeschreibung
Leicht entzündliche und ätzende Gemische wie Ethanol, Benzin oder Schwefelsäure gehören ganz klar in die Kategorie der Gefahrstoffe. Doch wussten Sie, dass auch Reinigungs- und Desinfektionsmittel über Haut oder Atemwege aufgenommen schwere Langzeitschäden verursachen können?
Gefahrstoffe in der ambulanten Pflege haben ein ganz individuelles Gefahrenpotenzial: Bei manchen reichen schon leichte Maßnahmen wie eine gute Lüftung aus, um die eigene Gesundheit zu schützen - Bei anderen Gefahrstoffen müssen jedoch verschärfte Schutzmaßnahmen getroffen werden.
Welche das sind, was der Gesetzgeber vorschreibt und was Sie in Ihrem Pflegealltag zu beachten haben, erfahren Sie in dieser Arbeitsschutzunterweisung mit unserer Expertin für Arbeitssicherheit Eva Hensel - speziell für Sie in der ambulanten Pflege.
Für Ihre Praxis: Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung finden Sie im Anhang des Kurses unter Details.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Gesetzliche Vorgaben zu Gefahrstoffen
- Aufnahmewege
- Verpflichtungen für den Arbeitgeber
- Geplanter Einsatz eines Gefahrstoffes - was ist zu beachten?
- Unterschied Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung
- Schutzmaßnahmen
- Fokus: Gefährliche Eigenschaften für werdende Mütter
Häufig gestellte Fragen
Welche gesetzlichen Vorgaben zu Gefahrstoffen sind in der ambulanten Pflege besonders relevant?
In der ambulanten Pflege gelten die Vorschriften der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) sowie die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS). Diese regeln unter anderem die Kennzeichnung, Lagerung und den Umgang mit gefährlichen Stoffen und fordern regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeitenden.
Was ist bei der Verwendung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln hinsichtlich des Arbeitsschutzes zu beachten?
Auch gängige Reinigungs- und Desinfektionsmittel können schädliche Wirkungen haben und sollten daher möglichst nicht eingeatmet und nicht direkt mit der Haut in Kontakt gebracht werden. Gute Belüftung und persönliche Schutzausrüstung wie Handschuhe und gegebenenfalls Atemschutz sind wichtige Maßnahmen.
Welche Schutzmaßnahmen sind beim Einsatz besonders gefährlicher Stoffe in der ambulanten Pflege notwendig?
Bei besonders gefährlichen Stoffen, etwa stark ätzenden oder leicht entzündlichen Chemikalien, müssen verschärfte Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Dazu zählen spezielle Handschuhe, Schutzbrillen, sichere Lagerung sowie das strikte Einhalten der Hinweise aus dem Sicherheitsdatenblatt und der Betriebsanweisung.
Wie unterscheiden sich Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung im Umgang mit Gefahrstoffen?
Das Sicherheitsdatenblatt liefert umfassende Informationen über den Stoff, wie Gefahren, Schutzmaßnahmen und Erste Hilfe. Die Betriebsanweisung ist praxisorientierter und enthält konkrete Verhaltensregeln für die Mitarbeitenden vor Ort im Umgang mit dem jeweiligen Gefahrstoff.
Welche besonderen Schutzmaßnahmen gelten für werdende Mütter beim Umgang mit Gefahrstoffen in der ambulanten Pflege?
Werdende Mütter gehören zu einer besonders schützenswerten Gruppe, daher müssen sie vor Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, die für die Schwangerschaft oder das ungeborene Kind ein Risiko darstellen, geschützt werden. Dies kann ein Beschäftigungsverbot mit bestimmten Stoffen oder die Anpassung der Arbeitsaufgaben beinhalten.
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