Online Fortbildung
Bipolare Störung
5 Lernmodule (17:16 Min)
Zusammenfassung
Bipolare Störung in Psychiatrie und Pflege: Diagnostik, Symptome und Therapieformen für manisch-depressive Erkrankungen. Pflegefachkräfte erhalten praxisnahe Handlungsempfehlungen, um Betroffene in stationären, ambulanten und klinischen Settings optimal zu begleiten.
Kursbeschreibung
Stimmungsschwankungen kennt jeder. Sie prägen den Alltag und sind völlig normal. Die Ausprägung an schwankenden Gemütszuständen eines Menschen mit Bipolarer Störung nimmt jedoch gewaltige Ausmaße an. Betroffene leiden unter einem Leben zwischen zwei extremen Polen.Eine Bipolare Störung ist charakterisiert durch einen Wechsel zwischen langwierigen stark manischen und depressiven Episoden. Wohingegen eine manische Phase von einem beschleunigten Gedankengang und aktiver Tatkraft gekennzeichnet ist, leiden Betroffene während der depressiven Episode unter reduzierter Antriebskraft und Traurigkeit. Dabei kommt die depressive Episode wesentlich häufiger vor als die manische.
Wie wird eine Bipolare Störung diagnostiziert und therapiert? Welche Herausforderungen bringt die Krankheit für Pflegende mit?
Dr. med. Jan Dreher ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und erklärt mit praktischen Fallbeispielen das Verhalten von manisch-depressiven Menschen, die Diagnostik und Therapie. Außerdem gibt er Ihnen Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen mit Bipolarer Störung mit auf den Weg.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Was ist eine Bipolare Störung?
- Häufigkeit einer Bipolaren Störung
- Diagnostik
- Wie erkennt man eine manische Episode?
- Wie erkennt man eine depressive Episode?
- Behandlung: medikamentöse Therapie
- Bipolare Störung in der Pflege
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich als Pflegekraft frühe Anzeichen einer manischen Episode bei Menschen mit Bipolarer Störung?
Zu den Frühanzeichen einer manischen Episode zählen gesteigerte Aktivität, ungewöhnlich gute Stimmung, verringertes Schlafbedürfnis und ein schnellerer Gedankengang. Pflegende sollten auf plötzliches, impulsives Verhalten und übermäßigen Rededrang achten, um frühzeitig zu reagieren.
Welche Empfehlungen gibt es für den Umgang mit depressiven Phasen bei Patienten mit Bipolarer Störung in verschiedenen Pflegeeinrichtungen?
In depressiven Phasen sind Geduld, verlässliche Tagesstrukturen und niederschwellige Gesprächsangebote besonders wichtig. Pflegende sollten auf Rückzug, Antriebslosigkeit und Suizidgedanken achten und bei Bedarf professionelle Unterstützung hinzuziehen.
Welche Besonderheiten gibt es bei der medikamentösen Therapie von Bipolaren Störungen, die Pflegende in der Praxis beachten sollten?
Die medikamentöse Therapie umfasst meist Stimmungsstabilisierer wie Lithium oder Antikonvulsiva. Pflegende sollten auf Nebenwirkungen achten, die Therapietreue unterstützen und bei ungewöhnlichen Symptomen das Behandlungsteam informieren.
Wie können Pflegende zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Bipolarer Störung beitragen?
Pflegende können die Lebensqualität verbessern, indem sie im Alltag Orientierung bieten, soziale Kontakte fördern und einfühlsam auf Stimmungsschwankungen eingehen. Eine vertrauensvolle Beziehung und die Förderung von Selbstmanagement sind weitere wichtige Aspekte.
Welche Herausforderungen können in der ambulanten, stationären oder tagespflegerischen Versorgung bei der Betreuung bipolar erkrankter Menschen auftreten?
Herausforderungen sind unter anderem die schnelle Veränderung des Zustandsbildes, eine eventuelle fehlende Krankheitseinsicht und wechselnde Betreuungsbedarfe. Unterschiedliche Versorgungsformen erfordern flexible Betreuungskonzepte und eine enge Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team.
Referent
Dr. med. Jan Dreher
Er ist Chefarzt der Klinik Königshof Krefeld, einer Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Chefarzt engagiert er sich als Autor, Ausbildungsleiter des psychotherapeutischen Ausbildungsinstitutes kbav und Referent für medizinische Weiterbildung. Seine Fachexpertise teilt er online auf seinem Blog »psychiatrietogo« und im Rahmen des Podcast »PsychCast« mit seinem Kollegen Alexander Kugelstadt.