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Die Wahl der richtigen Antidekubitusmatratze
8 Lernmodule (47:05 Min)
Zusammenfassung
Antidekubitusmatratzen richtig auswählen: In diesem Wundversorgungskurs vergleichen Pflegekräfte statische, dynamische und hybride Hilfsmittel für Klinik, stationäre und ambulante Pflege. Sie beurteilen Auswahlkriterien, Lagerungssysteme und Wirksamkeit zur optimierten Dekubitusprävention.
Kursbeschreibung
Wussten Sie, dass in Deutschland etwa 1250 Hilfsmittel gegen Dekubitus zugelassen sind?
Um bei dieser Menge die richtige Wahl für Ihren Pflegebedürftigen zu treffen, gibt Ihnen unser Wundexperte Gerhard Schröder einen detaillierten und praktischen Einblick in die Landschaft der Antidekubitusmatratzen.
Ob Auflage oder Matratze, statisch, dynamisch oder hybrid - Fachlich, anschaulich und praxisnah stellt Ihnen Herr Schröder verschiedene Matratzen- und Lagerungssysteme vor und zeigt, wie sie funktionieren, welche Auswahlkriterien es gibt und was beim Einsatz zu beachten ist.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Schritte der Dekubitusprävention
- Statische und dynamische Hilfsmittel unterscheiden
- Automatisches Lagerungssystem
- Statische Viskoelastische Matratze
- Hybridmatratze
- Dynamisches Wechseldrucksystem
- Luftstromtherapie
- Auswahlkriterien
- Effektivität von Hilfsmitteln klinisch bewerten
Häufig gestellte Fragen
Welche Unterschiede bestehen zwischen statischen, dynamischen und hybriden Antidekubitusmatratzen?
Statische Matratzen bieten eine konstante Druckentlastung, während dynamische Systeme durch variierenden Druck, wie z.B. bei Wechseldruckmatratzen, die Belastung regelmäßig verändern. Hybridsysteme kombinieren beide Ansätze und bieten je nach Bedarf entweder einen konstanten oder wechselnden Druck. Im Kurs werden die jeweiligen Vor- und Nachteile praxisnah erläutert.
Welche Auswahlkriterien sind bei der Entscheidung für eine Antidekubitusmatratze besonders wichtig?
Zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen unter anderem das individuelle Dekubitusrisiko des Pflegebedürftigen, Mobilität, Körpergewicht, Hautzustand sowie bestehende Vorerkrankungen. Auch Pflegeaufwand und vorhandene Hilfsmittel in der Einrichtung spielen eine Rolle, was im Kurs ausführlich dargestellt wird.
Wie beurteile ich die Effektivität eines Hilfsmittels zur Dekubitusprävention in der Praxis?
Die Effektivität kann zum Beispiel durch regelmäßige Hautinspektionen, die Beobachtung des Pflegebedürftigen und die Dokumentation von Druckstellen bewertet werden. Im Kurs lernen Sie, worauf Sie bei der klinischen Bewertung achten sollten und wie verschiedene Systeme sich in ihrer Wirksamkeit unterscheiden.
Was sollte beim Einsatz automatischer Lagerungssysteme in der Pflege beachtet werden?
Automatische Lagerungssysteme können Pflegekräfte entlasten, erfordern jedoch eine korrekte Handhabung und regelmäßige Überprüfung auf Funktion und individuelle Anpassung. Im Kurs erfahren Sie, wie Sie solche Systeme sicher und bedarfsgerecht einsetzen.
Gibt es Unterschiede beim Einsatz von Antidekubitusmatratzen in ambulanten, stationären und klinischen Versorgungsformen?
Ja, je nach Versorgungsform unterscheiden sich die Anforderungen, beispielsweise hinsichtlich Mobilisierungsfrequenz, Monitoring-Möglichkeiten und Pflegeressourcen. Der Kurs geht auf die spezifischen Besonderheiten und Herausforderungen in ambulanten, stationären und klinischen Settings ein.
Referent
Gerhard Schröder
Im Jahr 2004 hat er das erste ICW-Curriculum ins Leben gerufen und mitentwickelt. Seit vielen Jahren führt er Qualifizierungen zum »Pflegeexperten Dekubitus« und zum »Pflegeexperten chronische Wunden« durch. Seine Konzepte sind so erfolgreich, dass sie auch mit Anerkennung durch das österreichische Krankenpflegegesetz in Wien zugelassen sind.