Online Fortbildung
Experteninterview Hygiene - Coronavirus (SARS-CoV-2) vom 19.03.2020
1 Lernmodul (00:34:02)
Zusammenfassung
Hygienemanagement bei SARS-CoV-2 in ambulanter und stationärer Pflege: Praxisfragen zur Desinfektion, Einsatz von Schutzkleidung sowie Schutzmaßnahmen bei Ressourcenknappheit werden beantwortet. Schwerpunkt liegt auf Infektionsschutz und aktueller Richtlinienumsetzung.
Kursbeschreibung
Sabine Rose Mück ist zertifizierte Desinfektorin, Fachwirtin für Reinigungs- und Hygienemanagement und beantwortet Ihnen in diesem Online-Interview alle Praxisfragen zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus in der ambulanten und stationären Pflege.Erfahren Sie zum Beispiel, wie Sie in der ambulanten Pflege das Lenkrad und die Schlüssel desinfizieren und erhalten Sie wichtige Hinweise zum Ablegen der Schutzkleidung in stationären Einrichtung.
Auch auf diese Fragen bekommen Sie eine Antwort:
Ist eine Mehrfachverwendung von FFP 2 oder FFP3 und Schutzkitteln möglich?
Welche Schutzmaßnahmen funktionieren trotz eingeschränkter Ressourcen an Desinfektionsmittel und Schutzkleidung? Wie können Pflegekräfte und Pflegebedürftige dann noch geschützt werden?
Kann das Virus über Gegenstände übertragen werden?
Wo wird die Schutzkleidung abgelegt?
Sind eigene Pandemiepläne in der Pflegeeinrichtung notwendig?
Was kann eine Pflegeeinrichtung tun, wenn das zuständige Gesundheitsamt nicht erreichbar ist?
Wo werden zuverlässige und aktuelle Informationen veröffentlicht?
Häufig gestellte Fragen
Wie sollte in der ambulanten Pflege das Lenkrad und die Fahrzeugschlüssel im Hinblick auf SARS-CoV-2 desinfiziert werden?
Lenkrad und Fahrzeugschlüssel sollten nach jedem Patientenkontakt gründlich mit geeigneten, vom Robert Koch-Institut empfohlenen Desinfektionsmitteln behandelt werden. Besonders bei häufigem Fahrerwechsel ist eine konsequente Hand- und Flächendesinfektion wichtig, um eine Schmierinfektion zu vermeiden.
Welche Maßnahmen sind bei eingeschränkten Ressourcen an Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung möglich, um weiterhin Infektionen zu verhindern?
Bei Engpässen sollten Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs wie gezielter Einsatz von Schutzausrüstung und Priorisierung von Risikobereichen umgesetzt werden. Zudem können wiederaufbereitbare Artikel unter Berücksichtigung aktueller Empfehlungen genutzt werden, wobei die Einhaltung der Schutzstandards stets Priorität hat.
Ist eine Mehrfachverwendung von FFP2- oder FFP3-Masken und Schutzkitteln in der Pflege erlaubt?
Die Mehrfachverwendung von FFP2- oder FFP3-Masken sowie Schutzkitteln ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, etwa bei gravierendem Mangel. Dabei müssen klare Hygienerichtlinien, wie die sachgerechte Lagerung und Dekontamination, streng eingehalten werden. Offizielle Empfehlungen hierzu finden sich beim Robert Koch-Institut.
Kann das neuartige Coronavirus durch Gegenstände auf Pflegekräfte oder Patienten übertragen werden?
Das Coronavirus kann auf unbelebten Oberflächen einige Zeit überleben, wodurch eine indirekte Übertragung möglich ist. Deshalb ist es wichtig, häufig berührte Flächen regelmäßig zu desinfizieren und eine gute Händehygiene einzuhalten.
Wie soll mit der Entsorgung und dem Ablegen von Schutzkleidung in stationären Pflegeeinrichtungen verfahren werden?
Schutzkleidung sollte direkt nach dem Verlassen des Patientenzimmers in vorgesehene Behälter oder Abwurfstellen entsorgt werden, um eine Kontamination anderer Bereiche zu vermeiden. Das Ablegen muss nach festgelegten Ablaufplänen erfolgen, damit keine Erreger auf Haut oder Alltagskleidung gelangen.
Referent
Sabine Rose Mück
Mit besonderem Fokus auf Sicherheit, Qualität und Gesundheit ist sie deutschlandweit beratend unterwegs. Ihr Team beantwortet in Fortbildungen hygienerelevante Fragen und unterstützt bei der Erstellung individueller Hygienekonzepte für Einrichtungen und Institutionen – immer mit dem Ziel vor Augen: ein Bewusstsein für das Thema Hygiene im Pflegealltag zu vermitteln und passende Strategien für die Umsetzung wirksamer Hygienemaßnahmen zu erarbeiten.