Online Fortbildung
Krankheitsbild HIV – sicher und verantwortungsbewusst
2 Lernmodule (22:48 Min)
Zusammenfassung
HIV im Pflegealltag sicher begegnen: Der Kurs vermittelt aktuelles Wissen zu Übertragungswegen, Schutzmaßnahmen und Umgang mit Betroffenen in ambulanter und stationärer Versorgung. Teilnehmer stärken Fachkompetenz, bauen Vorurteile ab und reagieren verantwortungsbewusst im Arbeitsalltag.
Kursbeschreibung
Wie bedrohlich ist HIV wirklich? In diesem Kurs erfahren Sie, was HIV bedeutet – fernab von Mythen und Ängsten. Der Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen und Krankenhaushygiene Dr. Markus Schimmelpfennig wirft einen Blick auf die weltweite und deutsche Situation, klärt Übertragungswege und zeigt, wie die moderne Medizin eine HIV-Infektion unter Kontrolle hält. Sie lernen, wie eine frühzeitige Therapie das Leben Betroffener revolutioniert hat und weshalb eine Diagnose kein lebensbedrohlicher Schicksalsschlag mehr ist.
Sie erhalten praktische Tipps für den Schutz im Pflege- und Medizinbereich, von richtiger Hygiene bis hin zur Notfallstrategie bei Nadelstichverletzungen. Der Kurs zeigt, welche Maßnahmen wirklich notwendig sind und wo überholte Ängste unnötig Panik verbreiten.
Zum Abschluss geht es um den richtigen Umgang mit Betroffenen – denn HIV ist auch eine gesellschaftliche Herausforderung. Sie lernen, Vorurteile zu hinterfragen und mit Wissen statt Unsicherheit zu reagieren. Dieser Kurs macht Sie fit für eine aufgeklärte, sichere und respektvolle Praxis im Umgang mit HIV.
TIPP: Ein Glossar mit allen wichtigen Fachbegriffen finden Sie im Anhang des Kurses.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Historischer Rückblick
- HIV in Zahlen
- Grundlagen von HIV und AIDS
- Übertragungswege und Risikofaktoren
- Umgang mit HIV-positiven Patienten
- Schutzmaßnahmen im Pflege- und Gesundheitsbereich
- Notfallmaßnahmen bei Nadelstichverletzungen
Häufig gestellte Fragen
Welche Übertragungswege von HIV werden im Kurs behandelt und wie beurteilt der Kurs die Risiken im Pflegealltag?
Im Kurs werden die wichtigsten Übertragungswege von HIV detailliert erklärt, insbesondere im Kontext des Pflege- und Medizinalltags. Es wird verdeutlicht, welche Situationen tatsächlich ein Risiko darstellen und wie hoch das Erkrankungsrisiko in typischen pflegerischen Tätigkeiten wirklich ist.
Welche Schutzmaßnahmen gegen HIV sind im Pflege- und Gesundheitsbereich wirklich notwendig?
Der Kurs stellt praxisnahe Schutzmaßnahmen vor, die im Pflegealltag wirklich notwendig sind, wie korrekte Hygienemaßnahmen und persönlicher Schutz bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Zusätzlich wird diskutiert, welche Maßnahmen auf überholten Ängsten basieren und nicht mehr zeitgemäß sind.
Welche Notfallstrategien werden bei Nadelstichverletzungen mit möglichem HIV-Kontakt empfohlen?
Im Kurs wird ein klares Vorgehen für den Notfall nach Nadelstichverletzungen vermittelt. Sie lernen die wichtigsten Sofortmaßnahmen und die weiteren Schritte bis zur ärztlichen Abklärung und gegebenenfalls Postexpositionsprophylaxe kennen.
Wie hat sich die Behandlung und Prognose bei HIV durch die moderne Medizin verändert?
Durch die frühzeitige und kontinuierliche Therapie ist HIV heute eine chronische, gut therapierbare Erkrankung. Der Kurs erläutert, wie Betroffene dank moderner Medizin ein beinahe normales Leben führen können und weshalb eine HIV-Diagnose ihren Schrecken verloren hat.
Wie kann der Umgang mit HIV-positiven Patienten respektvoll und vorurteilsfrei gestaltet werden?
Der Kurs vermittelt konkrete Strategien, um HIV-bedingte Stigmatisierung und Unsicherheiten abzubauen. Es wird gezeigt, wie Pflegekräfte Betroffene professionell, respektvoll und ohne Diskriminierung begleiten können.
Referent
Dr. Markus Schimmelpfennig
Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied der »Initiative Chronische Wunden«. Seit mehr als 35 Jahren führt er Fachweiterbildungen für Menschen in Medizinalberufen durch, seit 2001 bietet er diese auch für Hygienebeauftragte in Pflegeeinrichtungen an.
Dr. Schimmelpfennig ist Projektleiter des MRE-Netzwerks in Nord- und Osthessen (MRE = Multiresistente Erreger). Ziel des Netzwerks ist es, die Ausbreitung multiresistenter Erreger zu verhindern und Informationen für betroffene Patienten bereitzustellen.