Online Fortbildung
Sturzleitlinie: Alternative zum Expertenstandard
5 Lernmodule (32:16 Min)
Zusammenfassung
Sturzleitlinie in der Pflege praxisnah umsetzen: Pflegekräfte aus Intensiv-, Tages-, Palliativ-, psychiatrischer und pädiatrischer Pflege erhalten fundiertes Wissen zu Unterschieden zwischen Leitlinien und Expertenstandards sowie effektiven Maßnahmen der Sturzprävention in ambulanten und stationären Settings.
Kursbeschreibung
Während in der Medizin bereits seit 25 Jahren Leitlinien herangezogen werden, sind Leitlinien in der Pflege noch relativ neu. Doch was genau sind Leitlinien überhaupt und wie unterscheiden sie sich von den Expertenstandards? Brauchen Sie überhaupt beides?
Während Expertenstandards das Qualitätsniveau professionellen Handelns abbilden, wird in den Leitlinien geschaut, wie die Theorie in praktisches Handeln umgesetzt werden kann. Doch sind Leitlinien dabei genauso wissenschaftlich wie die Expertenstandards?
Lernen Sie in dieser Schulung die Leitlinie zur Sturzprävention im Detail kennen. Der Gesundheitswissenschaftler Siegfried Huhn vermittelt Ihnen alles Wichtige für die Umsetzung der Sturzleitlinie in Ihrer Pflegepraxis: Erfahren Sie, an wen sich die Leitlinie richtet, welche Risikofaktoren es gibt und durch welche Maßnahmen Sie den Alltag Ihrer Pflegebedürftigen erleichtern können.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Expertenstandards und Leitlinien
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- Einsatzgebiete
- Risikofaktoren
- Maßnahmenplanung
- Expertentipps und Erfahrungswerte
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Sturzleitlinie und dem Expertenstandard Sturzprophylaxe?
Eine Sturzleitlinie bietet konkrete Handlungsempfehlungen zur praktischen Umsetzung von Maßnahmen, während der Expertenstandard das anzustrebende Qualitätsniveau definiert. Leitlinien helfen dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse in den Pflegealltag zu übertragen, während Expertenstandards vorgeben, welche Ziele erreicht werden sollen.
Für welche Versorgungsformen ist die Sturzleitlinie relevant?
Die Sturzleitlinie ist sowohl für die ambulante als auch für die stationäre Pflege anwendbar. Sie richtet sich an alle Pflegekräfte, unabhängig vom jeweiligen Setting, und bietet Orientierung bei der täglichen Arbeit mit sturzgefährdeten Menschen.
Welche Risikofaktoren für Stürze werden in der Leitlinie berücksichtigt?
Die Leitlinie thematisiert verschiedene Risikofaktoren wie Mobilitätseinschränkungen, kognitive Beeinträchtigungen, Medikamenteneinnahme und Umgebungsbedingungen. Ziel ist es, die individuellen Risiken systematisch zu identifizieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Wie unterstützt die Sturzleitlinie die Maßnahmenplanung in der Pflegepraxis?
Die Sturzleitlinie gibt strukturierte Empfehlungen, wie Pflegende gezielt Maßnahmen zur Sturzprävention auswählen und an die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen anpassen. Sie erleichtert die Umsetzung wissenschaftlich fundierter Methoden in die tägliche Praxis.
Sind Leitlinien für die Sturzprävention genauso wissenschaftlich fundiert wie Expertenstandards?
Ja, auch Leitlinien basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden von Experten entwickelt. Der Unterschied liegt vor allem in der detaillierten Beschreibung praktikabler Umsetzungen, während Expertenstandards eher Grundlagen und Ziele definieren.
Referent
Siegfried Huhn
Seit 1988 arbeitet er freiberuflich in der Pflegeberatung, Fortbildung und Qualitätsentwicklung mit den Schwerpunkten gerontologische Pflege und betriebliche Gesundheitsfürsorge. Er ist aktives Mitglied in der Expertengruppe zur Entwicklung nationaler Expertenstandards.
Im Jahr 2020 wurde aufgrund seiner herausragenden Arbeit und seines Engagements in der Pflege mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Seine Erkenntnisse veröffentlicht er regelmäßig in Fachzeitschriften und Büchern.