Online Fortbildung
Advanced Life Support (ALS) - Erweiterte Reanimationsmaßnahmen
7 Lernmodule (53:09 Min)
Zusammenfassung
Advanced Life Support im klinischen Setting: Notfallteams erlernen erweiterte Reanimationsmaßnahmen für Erwachsene, einschließlich schockbare und nicht-schockbare Rhythmen, spezielle Patientengruppen sowie CRM-Kommunikation. Fachbereiche: Intensiv- und Pädiatrische Pflege.
Kursbeschreibung
Mit Sicherheit kennen Sie die drei Kernelemente des Basic Life Supports (BLS): Prüfen (Bewusstsein, Atmung, Puls), Rufen (Notruf wählen oder innerklinisches Reanimationsteam alarmieren) und Drücken (Thoraxkompressionen). Doch wie geht es nach den BLS Maßnahmen weiter?
Ganz genau: Mit dem Advanced Life Support (ALS) - Erleben Sie die erweiterten Maßnahmen zur Reanimation von Erwachsenen »hautnah«. Denn: In diesem Kurs begleiten Sie unser Experten-Team bei einem Alarm im Schockraum. Die vier Notfallmediziner zeigen Ihnen, wie die Reanimation bei einem schockbaren und einem nicht-schockbaren Rhythmus praktisch durchgeführt wird.
Erfahren Sie im Dialog mit Konrad von Kottwitz, Jakob Olbrich, Sascha Hecker und Erik Hauke: Was es bei der Reanimation von Schwangeren, Kindern und Menschen mit einem Herzschrittmacher zu beachten gibt. Wie Crew Ressource Management (CRM) die Kommunikation im Team für Stresssituationen stärken kann und welche wichtige Rolle Interprofessionalität in der gesundheitlichen und medizinischen Versorgung spielt.
Unser Tipp: Dieser Kurs baut auf den BLS Maßnahmen auf. Wenn Sie diese (noch) nicht kennen, empfehlen wir Ihnen den Kurs »Basic Life Support (Erste Hilfe)« hier in Ihrer Kursbibliothek.
Im Kursanhang für Sie bereitgestellt:
- Handout BLS: Basismaßnahmen Step-by-Step
- Handout ALS: Flussschema Algo des GRC (German Resuscitation Council)
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Theorie
- Recap: Basic Life Support
- BLS: Basismaßnahmen
- Advanced Life Support
- ALS: Erweiterte Reanimationsmaßnahmen bei Erwachsenen
- Recap: Basic Life Support
- Praxis
- Reanimation: Nicht schockbarer Rhythmus
- Reanimation: Schockbarer Rhythmus
- Notfallmedizin im Dialog (Q&A)
- Patienten mit ICD (Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator)
- Schwangere und Kinder
- Präkordialer Faustschlag
- Kommunikation im Team
- CRM (Crew Ressource Management)
- Unterschied Fachgesellschaften (AHA/GRC)
- Rollen der Berufsgruppen
Häufig gestellte Fragen
Welche erweiterten Maßnahmen beinhaltet der Advanced Life Support (ALS) nach dem Basic Life Support?
Der Advanced Life Support (ALS) umfasst unter anderem die sichere Atemwegssicherung, gezielte Medikamentengabe, Defibrillation bei schockbarem Rhythmus sowie das strukturierte Vorgehen nach aktuellen Leitlinien. Im Kurs werden diese Maßnahmen praxisnah für unterschiedliche Notfallsituationen demonstriert.
Wie unterscheidet sich die Reanimation bei schockbarem und nicht-schockbarem Rhythmus im ALS?
Im Kurs wird praxisnah gezeigt, wie bei einem schockbaren Rhythmus (z.B. Kammerflimmern) vor allem Defibrillation im Fokus steht, während bei nicht-schockbarem Rhythmus (z.B. Asystolie) auf hochqualitative Herzdruckmassage, Beatmung und gezielte Medikamentengabe gesetzt wird. Die Unterschiede und Handlungsabläufe werden anschaulich erläutert.
Was ist bei der Reanimation von besonderen Patientengruppen wie Schwangeren, Kindern oder Patienten mit Herzschrittmacher zu beachten?
Der Kurs vermittelt, worauf bei der Reanimation schwangerer Frauen, von Kindern und von Patienten mit einem implantierbaren Defibrillator besonders geachtet werden muss. Hierzu gehören spezielle Algorithmen, anatomische Besonderheiten und der Umgang mit technischen Implantaten.
Welche Bedeutung hat Crew Resource Management (CRM) für die Reanimation im Team?
Crew Resource Management (CRM) wird im Kurs als wichtiges Konzept zur Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit des Reanimationsteams in Stresssituationen vorgestellt. Durch klare Rollenverteilung und effektiven Informationsaustausch wird die Leistungsfähigkeit des Teams gesteigert.
Wie unterscheidet sich der ALS-Algorithmus des GRC von anderen internationalen Leitlinien?
Im Kurs werden die Unterschiede zwischen den Algorithmen des German Resuscitation Council (GRC) und internationalen Leitlinien wie denen der American Heart Association aufgezeigt. Es wird erläutert, welche Abweichungen in den Abläufen und Empfehlungen bestehen und worauf in der Praxis zu achten ist.
Referenten
Konrad von Kottwitz und Jakob Olbrich
Jakob Olbrich ist Facharzt für Innere Medizin und Instruktor für Advanced Cardiovascular Life Support (ACLS-AHA). Er ist als Intensivmediziner und Hubschrauberarzt am Unfallkrankenhaus Berlin tätig
und ist der stellv. ärztliche Leiter des Zentrums für Notfalltraining am Unfallkrankenhaus Berlin.