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Amyotrophe Lateralsklerose (ALS): Fakten, Symptome und Therapie
6 Lernmodule (32:26 Min)
Zusammenfassung
ALS-Fakten und Versorgung in Intensiv-, Tages- und Palliativpflege: Der Kurs vermittelt zentrale Symptome der Amyotrophen Lateralsklerose, deren verlaufsbasierte Diagnostik und Therapieoptionen. Pflegekräfte lernen Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und Betroffene fachgerecht zu begleiten.
Kursbeschreibung
Die Amyotrophe Lateralsklerose (kurz ALS) wurde erstmals 1869 vom Urvater der modernen Neurologie Jean-Martin Charcot beschrieben. Mehr als 150 Jahre und hunderte klinische Studien später gilt die Krankheit nach wie vor als nicht heilbar.
Die chronisch-degenerative Erkrankung betrifft das zentrale Nervensystem. Noch genauer: Eine ALS führt zum Abbau des ersten und/oder zweiten Motoneurons im Gehirn und Rückenmark. An ALS erkrankte Menschen leiden daher an fortschreitender Muskellähmung und sind früh auf einen Rollstuhl angewiesen. Später haben sie auch Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen oder Atmen.
In diesem eindrucksvollen Schulungsvideo erhalten Sie von unserem Experten Dr. Sven Lerch einen besonders fachlichen und detaillierten Einblick in die typischen Symptome und Verlaufsformen einer ALS. Erfahren Sie, wie die Krankheit diagnostiziert und therapiert wird, welche Komplikationen in der Spätphase auftreten können und wie Sie mithilfe spezialisierter Netzwerkpartner Betroffene und Angehörige begleiten und unterstützen.
Unser Tipp: Ein Glossar mit allen wichtigen Fachbegriffen plus Handout zum Kurs finden Sie im Anhang.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Grundlegende Fakten
- Geschichte der ALS
- Häufigkeit
- 1. und/oder 2. Motoneuron
- Symptome und Verlaufsformen
- Diagnostik & Differenzialdiagnosen
- Therapie
- Komplikationen der Spätphase
- Netzwerkpartner
Häufig gestellte Fragen
Welche typischen Symptome zeigen sich bei Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS)?
Typische Symptome von ALS sind fortschreitende Muskelschwäche, Muskelzuckungen und Lähmungen, die sowohl die Gliedmaßen als auch die Atem- und Schluckmuskulatur betreffen können. Im Verlauf der Erkrankung treten meist auch Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Atmen auf.
Wie erfolgt die Diagnosestellung und welche Differenzialdiagnosen müssen berücksichtigt werden?
Die Diagnose von ALS beruht auf einer ausführlichen neurologischen Untersuchung, bildgebenden Verfahren und elektrophysiologischen Tests. Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, die ähnliche Symptome verursachen können, wie beispielsweise Multifokale Neuropathien oder Myasthenia gravis.
Welche Therapiemöglichkeiten stehen bei ALS zur Verfügung und wie können diese den Verlauf beeinflussen?
Zwar gilt ALS aktuell als nicht heilbar, es existieren jedoch verschiedene medikamentöse und unterstützende Therapien, die das Fortschreiten der Symptome verlangsamen und die Lebensqualität verbessern können. Dazu gehören Medikamente, Physiotherapie, Ergotherapie und Hilfsmittel zur Alltagsbewältigung.
Welche Komplikationen treten in der Spätphase einer ALS-Erkrankung häufig auf und wie können Pflegende darauf reagieren?
In der Spätphase von ALS sind Komplikationen wie schwere Ateminsuffizienz, Aspirationsgefahr und vollständige Immobilität häufig. Pflegende können mit gezielter Atemunterstützung, Schlucktraining und Unterstützung bei der Mobilität den Betroffenen im Alltag helfen und Komplikationen möglichst verhindern.
Wie können spezialisierte Netzwerkpartner Betroffene und Angehörige während der Erkrankung unterstützen?
Spezialisierte Netzwerkpartner, wie ALS-Ambulanzen, palliative Versorgungsdienste oder Logopäden, bieten umfassende Beratung und Entlastung für Betroffene und deren Angehörige. Sie koordinieren therapeutische Maßnahmen, unterstützen bei sozialrechtlichen Fragen und helfen, die Versorgung in jeder Krankheitsphase zu verbessern.
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