Online Fortbildung
Das Diabetische Fußsyndrom
6 Lernmodule (46:48 Min)
Zusammenfassung
Diabetisches Fußsyndrom in Tagespflege, ambulanter und stationärer Pflege: Der Kurs vermittelt Ursachen, Symptome und Therapie von Fußulzera, stellt Maßnahmen zur Prävention, Fußpflege und Schuhversorgung vor und betont die Bedeutung interprofessioneller Zusammenarbeit und Patientenemowerment.
Kursbeschreibung
Beim Diabetischen Fußsyndrom (kurz DFS) oder auch Diabetesfuß genannt, handelt es sich um eine Spätkomplikation von Diabetes mellitus. Ein komplexes Krankheitsbild, das aus u. a. oft infizierten Wunden, Neuropathien und peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen besteht.
»Das Diabetische Fußsyndrom begegnet uns bei Patienten mit chronischen Wunden relativ häufig. Es hat viele Aspekte, die im Alltag oftmals untergehen und wenn die Diagnose noch nicht gestellt worden ist, sind es vielfach Zufallsbefunde bei diesen Patienten, die mir in meinem Beruf täglich unterkommen.«, berichtet Krankenpfleger und Wundexperte Martin Motzkus.
Erfahren Sie daher in diesem Kurs, was genau die Ursachen zur Entstehung von Fußulzera sind, welche typischen Symptome bei Betroffenen auftreten und welche Therapiemöglichkeiten es in der Praxis gibt. Aber auch, wieso das Empowerment der Betroffenen und interprofessionelle Zusammenarbeit eine so große Rolle spielt.
Für Ihre Praxis zum Download im Kursanhang:
- Ein Glossar mit allen wichtigen Fachbegriffen
- Ein Handout zur Klassifikation von DFU nach Wagner und Armstrong
- Ein Handout zur richtigen Schuhauswahl
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Fakten zu Diabetes
- WHO Definition des diabetischen Fußes
- Entstehung von Fußulzera
- Diabetische Polyneuropathie (PNP)
- Sensorische Neuropathie
- Motorische Neuropathie
- Peripher autonome Neuropathie
- Fußinspektion
- Fußpflege
- Schuhversorgung
- Therapie von Fußulzera
- Netzwerkpartner
Häufig gestellte Fragen
Welche Symptome deuten im Pflegealltag auf das Diabetische Fußsyndrom hin?
Typische Symptome des Diabetischen Fußsyndroms sind schlecht heilende Wunden, Druckstellen, Missempfindungen oder Taubheitsgefühle an den Füßen. Auch Veränderungen wie Hautverfärbungen, Deformitäten oder wiederkehrende Infektionen können Hinweise liefern.
Wie erfolgt die Klassifikation der Fußulzera beim Diabetischen Fußsyndrom?
Die Einteilung der Fußgeschwüre beim Diabetischen Fußsyndrom erfolgt meist nach den Systemen von Wagner oder Armstrong. Dabei werden Schweregrad und Tiefe der Ulzera beurteilt, um geeignete Therapiemaßnahmen abzuleiten.
Warum ist die richtige Schuhauswahl bei Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom so entscheidend?
Die passende Schuhversorgung verhindert neue Druckstellen und schützt die Füße vor weiterem Schaden. Durch individuell angepasste Schuhe können das Risiko für Ulzera gesenkt und bestehende Wunden entlastet werden.
Welche Rolle spielt die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms?
Die erfolgreiche Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms erfordert das Zusammenwirken verschiedener Berufsgruppen wie Pflegefachkräfte, Ärzte, Podologen und Orthopädieschuhmacher. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine ganzheitliche Versorgung und verbessert die Heilungschancen.
Wie kann das Empowerment der Betroffenen den Verlauf des Diabetischen Fußsyndroms positiv beeinflussen?
Wenn Betroffene über ihre Erkrankung informiert sind und aktiv an der Pflege ihrer Füße teilnehmen, können Komplikationen frühzeitig erkannt und vermieden werden. Schulungen und regelmäßige Kontrollen fördern die Selbstständigkeit und tragen zu einem besseren Behandlungserfolg bei.
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