Online Fortbildung
Grundlagen der Psychiatrie
9 Lernmodule (1:10 Std)
Zusammenfassung
Psychiatrie-Grundlagen für ambulante, stationäre und klinische Pflege: Pflegekräfte erlernen zentrale Begriffe, psychopathologische Befundaufnahme, Unterscheidung psychischer Störungen und relevante diagnostische Methoden nach aktuellem Standard anhand praxisnaher Fallbeispiele.
Kursbeschreibung
Wussten Sie, dass nahezu jede 2. Frau und jeder 3. Mann mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung erkrankt?
Psychische Erkrankungen sind häufig, doch gelingt die Abgrenzung einer depressiven Episode zu Modediagnosen (ein unscharf definiertes Krankheitsbild, das durch öffentliche Diskussion eine starke, aber zeitlich begrenzte Aufmerksamkeit auf sich zieht) wie Burn-out im Alltag nicht immer trennscharf und sicher. Ist es nicht »normal«, sich auch einmal niedergeschlagen und müde fühlen zu dürfen?
Was meint in diesem Kontext affektarm, antriebsgemindert, anhedon? Und was bedeutet es, ambivalent zu sein? Kennen Sie den Unterschied zwischen Wahn, Halluzination und Illusion? Die psychiatrischen Begrifflichkeiten stellen oft eine Herausforderung für Außenstehende dar.
Diese eindrucksvolle Fachfortbildung soll beim Sortieren der auf den ersten Blick teils verwirrenden Fachbegriffe helfen und somit zum besseren Verständnis für die einzelnen Krankheitsbilder beitragen. Das psychiatrische Handwerkszeug ist der psychopathologische Befund. Dieser stellt die Grundlage zur Diagnostik bzw. der Diagnosestellung dar.
Unser Experte Oscar Flissakowski, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, grenzt für Sie die wichtigsten Begriffe und Fachbereiche voneinander ab und erstellt mit Ihnen anhand eines Fallbeispiels Schritt für Schritt einen psychopathologischen Befund.
Für Sie im Kursanhang:
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Ein Glossar mit allen Fachbegriffen aus dem Psychopathologischen Befund
- Der Psychopathologische Befund anhand eines Fallbeispiels
- Grundlagen der Psychiatrie
- Zahlen, Fakten und Begrifflichkeiten
- Abgrenzung wichtiger Krankheitsbegriffe
- Der psychopathologische Befund
- nach AMDP
- am Fallbeispiel
- Inhaltliche Denkstörungen
- Wahn
- Zwänge
- Ängste
- Sinnestäuschungen und Störungen
- Zirkadiane Besonderheiten
- Eigen- und Fremdgefährdung
- Diagnostische Methoden
- Take-Home-Message
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet der Kurs depressive Episoden von Modediagnosen wie Burn-out?
Im Kurs wird detailliert erläutert, worin sich depressive Episoden von sogenannten Modediagnosen wie Burn-out unterscheiden. Dabei geht es unter anderem um die klare Definition beider Krankheitsbilder, typische Symptome und die Abgrenzung im pflegerischen und medizinischen Alltag.
Welche Bedeutung hat der psychopathologische Befund in der psychiatrischen Pflege?
Der psychopathologische Befund ist ein zentrales Instrument zur Erfassung und Beschreibung psychischer Störungen. Im Kurs lernen die Teilnehmenden, wie dieser Befund strukturiert erhoben wird und welche Bedeutung er für die Diagnosestellung und die weitere Behandlung hat.
Welche psychiatrischen Fachbegriffe werden im Kurs verständlich erklärt?
Der Kurs bietet ein Glossar zu wichtigen Fachbegriffen wie Wahn, Halluzination, Anhedonie, affektarm und antriebsgemindert. Diese Begriffe werden anschaulich erklärt und an Fallbeispielen praxisnah eingeordnet, um Missverständnisse zu vermeiden.
Wie geht der Kurs auf Eigen- und Fremdgefährdung im psychiatrischen Kontext ein?
Im Kurs werden Risiken für Eigen- und Fremdgefährdung thematisiert und anhand typischer Fallbeispiele diagnostische und praktische Handlungsmöglichkeiten vermittelt. Dabei wird auch auf juristische und pflegerische Absicherungen eingegangen.
Welche Erkenntnisse zu Denkstörungen und Sinnestäuschungen werden vermittelt?
Die Teilnehmenden erfahren, wie sich inhaltliche Denkstörungen, Wahn, Zwänge, Ängste und Sinnestäuschungen wie Halluzinationen und Illusionen in der Praxis äußern. Zudem wird vermittelt, wie diese Störungen im psychopathologischen Befund strukturiert beschrieben werden.
Referent