Online Fortbildung
Mundpflege - Praxistipps für den Pflegealltag
1 Lernmodul (00:05:12)
Zusammenfassung
Mundpflege in Pflege und Eingliederungshilfe: Pflegekräfte erhalten praxisnahe Tipps zur mechanischen Zahnreinigung, Prothesenreinigung und Anwendung des KAI-Prinzips. Der Kurs vermittelt Strategien zur Motivation pflegebedürftiger Menschen und zum professionellen Umgang mit Abwehrverhalten.
Kursbeschreibung
Die richtige Mundpflege ist eine der Grundvoraussetzungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines pflegebedürftigen Menschen. Denn nur mit gesunden Zähnen, gesundem Zahnfleisch und einer gut sitzenden Prothese lässt sich problemlos und schmerzfrei essen und trinken.Es gibt jedoch unterschiedlichste Krankheitsbilder, die eine selbstständige Mundpflege einschränken können: dazu gehören kognitive Einschränkungen aufgrund von Demenz oder Lähmungen nach einem Schlaganfall.
Eine mangelnde Mund- und Zahnpflege kann zu einer Erhöhung des Bakterienanteils im Mund führen, wodurch nicht nur Zahnbeläge entstehen, sondern auch das Risiko einer Zahnfleischentzündung oder sogar einer Pneumonie (Lungenentzündung) erhöht wird.
Darüber hinaus können Zahnprothesen aufgrund von Entzündungen oder Zahnverlust ihren Halt verlieren. Dies erschwert die Nahrungsaufnahme, was in der Folge zu einer Mangelernährung führen kann.
Diese Kausalkette zeigt, welche entscheidende Rolle die Mundhygiene für den Allgemeinzustand jedes Pflegebedürftigen spielt. In unserer Online-Schulung lernen Sie alles rund um die Durchführung der mechanischen Zahnreinigung, die Reinigung von Zahnprothesen sowie mögliche Alternativen zur üblichen Zahnreinigung mit Zahnbürste.
Unser Tipp für Sie: Motivieren Sie die Betroffenen zur Mundhygiene und reagieren Sie professionell auf ein mögliches Abwehrverhalten, indem Sie sie einfühlsam informieren, beraten und bei der Durchführung unterstützen.
Anette Pelzer ist Pflegecoach, Beraterin und Dozentin. Sie ist Geschäftsführerin der PuMA Pflege- und Management Akademie sowie Inhaberin eines ambulanten Pflegedienstes.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Warum ist die Mundpflege so wichtig?
- Durchführung der mechanischen Zahnreinigung
- Hilfsmittel
- KAI-Prinzip
- Empfehlungen zur Beschaffenheit der Zahnbürste
- Durchführung: Reinigung der Zahnprothesen
- Alternativen zur mechanischen Zahnreinigung
Häufig gestellte Fragen
Welche Hinweise zur Reinigung von Zahnprothesen werden im Kurs vermittelt?
Im Kurs werden praxisnahe Anleitungen zur gründlichen Reinigung und Pflege von Zahnprothesen vermittelt. Dabei werden sowohl spezielle Hilfsmittel als auch Techniken vorgestellt, um Entzündungen und Prothesenverlust zu vermeiden.
Wie kann auf Abwehrverhalten bei der Mundpflege professionell reagiert werden?
Sie lernen im Kurs, wie Sie einfühlsam auf Abwehrverhalten eingehen können. Dazu gehören Kommunikationsstrategien, Motivation der Betroffenen und Techniken zur beratenden Begleitung während der Mundpflege.
Welche alternativen Methoden zur mechanischen Zahnreinigung werden vorgestellt?
Im Kurs werden neben der klassischen Zahnreinigung mit der Zahnbürste auch Alternativen wie spezielle Pflegetücher oder Spüllösungen erläutert. Hierbei wird auf situationsgerechte und individuelle Lösungen je nach Einschränkung des Betroffenen eingegangen.
Wie unterstützt die Mundpflege die Vorbeugung von Pneumonien bei pflegebedürftigen Menschen?
Durch eine sorgfältige Mund- und Zahnpflege wird die Bakterienlast im Mund reduziert, was das Risiko für Infektionen wie Pneumonien deutlich senkt. Der Kurs stellt die wichtigsten Zusammenhänge zwischen Mundhygiene und Allgemeingesundheit dar.
Welche Empfehlungen zur Zahnbürstauswahl werden im Kurs gegeben?
Es wird erläutert, worauf Sie bei der Auswahl einer geeigneten Zahnbürste achten sollten, etwa auf Borstenhärte, Kopfgröße und Handhabung. Ziel ist, sowohl die Reinigung wirksam als auch für Pflegende und Pflegebedürftige praktikabel zu gestalten.
Referent
Anette Pelzer
Auch durch ihre Tätigkeiten als Pflegedienstleiterin, Heimleiterin und Qualitätsbeauftragte hat die examinierte Altenpflegerin jahrelange Praxis im Management.
Sie sieht sich aber nicht nur als beratende Instanz, sondern unterstützt auch tatkräftig im Pflegealltag. So beschreibt sie sich oft als »Feuerwehr«, die auch unliebsame Umstrukturierungen vornimmt, wenn es mal brennt.