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Polypharmazie im Alter: Weniger ist manchmal mehr
4 Lernmodule (42:15 Min)
Zusammenfassung
Polypharmazie im Alter in ambulanter und stationärer Pflege: Pflegekräfte und Fachpersonal erkennen Risiken der Multimedikation, vermeiden Medikationsfehler und verbessern die Arzneimitteltherapie älterer Menschen durch praktische Maßnahmen zur Therapiesicherheit und Deprescribing.
Kursbeschreibung
Wussten Sie, dass 50 Prozent der über 65-Jährigen jeden Tag fünf Medikamente oder sogar mehr einnehmen? Na klar – denken Sie vielleicht. Und Sie wissen auch, dass eben diese Multimedikation, auch Polypharmazie genannt, unter anderem mit kognitiven Einschränkungen, Stürzen, einem erhöhten Hospitalisierungsrisiko sowie einer steigenden Wahrscheinlichkeit von Medikationsfehlern einhergehen kann?
Doch dazu muss es gar nicht erst kommen. Unser Experte für Altersmedizin, Dr. med. Volkan Aykaç, erklärt Ihnen auf anschauliche Weise, wie sich die Arzneimitteltherapie verbessern und die Gesundheit der Betroffenen schützen lässt. Entdecken Sie die spannende Welt der Polypharmazie sowie Pharmakotherapie älterer Menschen und erfahren Sie, wie Sie die medikamentöse Therapie Ihrer Pflegebedürftigen stets im Blick behalten und im Bedarfsfall kompetent handeln.
Im Anhang für Sie bereitgestellt:
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Ein Glossar mit allen wichtigen Fachbegriffen und Definitionen
- Eine Medikamentenplan-Vorlage für Ihre Praxis
- Einführung
- Polypharmazie – Definition, Häufigkeit, Konsequenzen
- PIMs – Potenziell inadäquate Medikamente
- Wichtiges zum Einsatz von Neuroleptika
- Medikationsfehler
- Definition
- Arten von Medikationsfehlern
- Konkrete Beispiele für Medikationsfehler
- Probleme bei der Pharmakotherapie älterer Menschen
- Überblick über mögliche Probleme und Konsequenzen
- Compliance / Adhärenz
- Risikofaktoren für Non-Adhärenz
- Verschreibungskaskade
- Sturzrisiko erhöhende Medikamente
- Verbesserung der Pharmakotherapie
- Maßnahmen zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit
- Medikationsangemessenheitsindex (MAI)
- Orientierungshilfen
- Konsequenzen für Behandler und Pflegende
- Absetzen von Medikamenten (Deprescribing)
Häufig gestellte Fragen
Welche Risiken birgt Polypharmazie bei älteren Menschen in der Pflege?
Polypharmazie kann bei älteren Menschen zu kognitiven Einschränkungen, Stürzen, erhöhter Hospitalisierungsrate und einer höheren Wahrscheinlichkeit für Medikationsfehler führen. Gerade in der Pflege ist es wichtig, diese Risiken zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.
Wie erkenne ich potenziell inadäquate Medikamente (PIMs) bei meinen Patientinnen und Patienten?
Im Kurs werden typische PIMs für ältere Menschen vorgestellt und erklärt, wie Sie deren Identifikation mit Hilfe von Checklisten und Orientierungshilfen im Pflegealltag sicherstellen können. Das Wissen hilft, unerwünschte Wirkungen und Risiken für die Betroffenen zu verringern.
Welche Maßnahmen werden im Kurs zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit vermittelt?
Der Kurs informiert über praktische Werkzeuge wie den Medikationsangemessenheitsindex (MAI), gibt Vorlagen für Medikationspläne und zeigt, wie regelmäßige Überprüfungen und eine enge Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten die Therapiesicherheit erhöhen. Außerdem werden Strategien zur Förderung von Compliance und Adhärenz erläutert.
Welchen Umgang mit sturzrisikoerhöhenden Medikamenten empfiehlt der Kurs für die ambulante und stationäre Pflege?
Sie lernen, sturzfördernde Medikamente zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Prävention von Stürzen einzuleiten. Dabei werden sowohl organisatorische als auch pflegerische Aspekte berücksichtigt, die in verschiedenen Versorgungsformen wie ambulant, stationär oder in der Tagespflege relevant sind.
Was bedeutet Deprescribing und wie kann ich dieses Konzept in der Altenpflege umsetzen?
Deprescribing beschreibt das gezielte und kontrollierte Absetzen unnötiger oder schädlicher Medikamente. Im Kurs wird vermittelt, wie Sie diesen Prozess gemeinsam mit behandelnden Ärzten und in Rücksprache mit den Betroffenen sicher und verantwortungsvoll gestalten können.
Referent
Dr. med. Volkan Aykaç
Nicht nur seine umfassenden Erfahrungen und seine Leidenschaft im Umgang mit betagten Patienten zeichnen Dr. Aykaç aus. Er ist passionierter Musiker und steht seit vielen Jahren regelmäßig auf der Bühne. Seine Musik ist eine Mischung aus Reggae, Ska, HipHop und orientalischen Einflüssen. Es geht darin um Frieden, Liebe und Völkerverständigung. Die Einnahmen aus CD-Verkäufen, Konzerten und Charity-Aktionen spendet er einem guten Zweck.