Online Fortbildung
Praxis: Bewegungsförderung - Wie bewege ich Bewohner?
5 Lernmodule (37:06 Min)
Zusammenfassung
Bewegungsförderung in Ambulanter und Stationärer Pflege: Pflegekräfte lernen, bewegungseingeschränkte Bewohner sicher und rückenschonend von der Liegeposition in den Rollstuhl zu transferieren. Der Kurs vermittelt praxisnah Bewegungsprinzipien, Eigenbewegung und ergonomische Techniken.
Kursbeschreibung
Aus der Liegeposition in den Rollstuhl, und zwar angenehm und sicher für den Pflegebedürftigen sowie rücken- und kräfteschonend für Sie als Pflegekraft – wie das gelingt? Das zeigt Ihnen unser Pflegeexperte Siegfried Huhn gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen Herrn Maler ganz besonders praxisnah in diesem Kurs.
Basierend auf dem Kurs »Bewegungsförderung: Theoretische Grundlagen« zeigt er Ihnen in dieser Praxisschulung Schritt für Schritt an einem Probanden, wie Sie einen stark bewegungseingeschränkten Menschen aus der Rückenlage in die Seitenlage bewegen, wie Sie ihn an der Bettkante aufrichten und dann sicher vom Bett in den Rollstuhl hineinsetzen.
Erfahren Sie auch, wie Sie dabei natürliche Bewegungsmuster und -prinzipien nutzen können. Sie werden überrascht sein, wie eine leichte Drehung des Beckens oder der Schulter den gesamten Körper in Bewegung bringen kann.
Tipp: Den Kurs »Bewegungsförderung: Theoretische Grundlagen« finden Sie in Ihrer Kursbibliothek.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Bewegungsablauf der Pflegeperson – früher vs. heute
- Bewegungsprinzipien
- Bewegungseinleitung
- Auf die Seite rollen
- Grundprinzipien und Bewegungsabläufe
- Nutzung der Eigenbewegung des Pflegebedürftigen/Bewohners für die eigenen Bewegungsabläufe
- Hinsetzen an der Bettkante
- Ablauf der Assistenz
- Setzen und Nutzen von Bewegungsimpulsen
- Transfer zum Rollstuhl
- Positionierung und Bewegungsablauf
- Repositionierung Rollstuhl
- Einsatz von Rutschbremsen
- korrekte Positionierung
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich als Pflegekraft einen bewegungseingeschränkten Bewohner sicher vom Bett in den Rollstuhl transferieren?
In diesem Kurs lernen Sie praxisnah, wie Sie Bewohner mit starken Bewegungseinschränkungen Schritt für Schritt vom Bett in den Rollstuhl umsetzen. Dabei werden spezielle Techniken und Bewegungsprinzipien vermittelt, die sowohl die Sicherheit des Bewohners als auch die rücken- und kräfteschonende Arbeitsweise für Pflegekräfte garantieren.
Welche Bedeutung haben natürliche Bewegungsmuster beim Transfer und wie werden sie im Kurs vermittelt?
Der Kurs zeigt, wie Sie die natürlichen Bewegungsmuster des Bewohners nutzen, um Transfers leichter und schonender durchzuführen. Sie erfahren, wie kleine Bewegungsimpulse, wie das Drehen des Beckens oder der Schulter, gezielt eingesetzt werden können, um den gesamten Körper in Bewegung zu bringen.
Mit welchen Techniken kann ich Bewohner eigenaktiv an der Bettkante aufrichten und warum ist das wichtig?
Sie lernen, wie Sie Bewohner dazu anleiten, sich eigenständig an der Bettkante aufzurichten und dabei vorhandene Restkräfte optimal zu nutzen. Dies fördert nicht nur die Eigenständigkeit der Bewohner, sondern entlastet auch die Pflegekraft körperlich.
Wie werden im Kurs typische Fehler beim Bewohnertransfer vermieden und welche Abläufe werden empfohlen?
Im Kurs werden häufige Fehlerquellen, wie unergonomische Bewegungen und mangelnde Nutzung der Eigenbewegung, aufgezeigt und praxisbewährte Abläufe vermittelt. Durch richtige Positionierung und gezielte Hilfestellung werden sichere und kräfteschonende Transfers ermöglicht.
Welche Tipps gibt der Kurs zum richtigen Einsatz von Hilfsmitteln wie Rutschbremsen beim Transfer in den Rollstuhl?
Der Kurs erläutert die korrekte Anwendung von Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Rutschbremsen und Positionierungshilfen, um einen sicheren und bequemen Transfer in den Rollstuhl zu gewährleisten. Ziel ist es, Hilfsmittel effektiv einzusetzen und Fehlbelastungen zu vermeiden.
Referent
Siegfried Huhn
Seit 1988 arbeitet er freiberuflich in der Pflegeberatung, Fortbildung und Qualitätsentwicklung mit den Schwerpunkten gerontologische Pflege und betriebliche Gesundheitsfürsorge. Er ist aktives Mitglied in der Expertengruppe zur Entwicklung nationaler Expertenstandards.
Im Jahr 2020 wurde aufgrund seiner herausragenden Arbeit und seines Engagements in der Pflege mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Seine Erkenntnisse veröffentlicht er regelmäßig in Fachzeitschriften und Büchern.