Online Fortbildung
Vereinsamung von Pflegebedürftigen
4 Lernmodule (35:07 Min)
Zusammenfassung
Vereinsamung bei pflegebedürftigen Menschen in der ambulanten Pflege erkennen und gezielt vorbeugen: Der Kurs vermittelt Ursachen, gesundheitliche Folgen sowie praxisnahe Strategien zur Förderung sozialer Teilhabe in der Tagespflege und häuslichen Versorgung.
Kursbeschreibung
»Es sind die kleinen Dinge, die das große Leben ausmachen«, betont unser Experte Siegfried Huhn. Menschen brauchen Kontakte, um vom Leben zu erzählen. Kommt es im Alter zum Verlust geliebter Menschen, steigt besonders bei Pflegebedürftigen in der Häuslichkeit das Risiko sozialer Isolation und Vereinsamung.
Doch wo beginnt Einsamkeit und worin unterscheidet sich diese von sozialer Isolation?
Welche gesundheitlichen Folgen gehen mit Einsamkeit einher? Was für Besonderheiten bringt das Alter mit sich? Und: Was können Sie tun, um zu unterstützen?
Auf all diese Fragen gibt Ihnen der Pflegewissenschaftler auf besonders inspirierende und eindrucksvolle Weise eine Antwort für Ihre ambulante Pflegepraxis.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Begriffe: Einsamkeit und soziale Isolation
- Zahlen: Vorkommen in allen Altersgruppen
- Studienergebnisse: Gesundheitliche Folgen bei alten Menschen
- Einsamkeit: Was bedeutet das für den Menschen?
- Was können wir tun?
- Strategien in der Pflege
- Projekt »Stärkung der Teilhabe älterer Menschen«
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Einsamkeit von sozialer Isolation bei pflegebedürftigen Menschen?
Einsamkeit beschreibt das subjektive Gefühl, sich allein oder ausgeschlossen zu fühlen, während soziale Isolation die objektiv nachweisbare Abwesenheit von sozialen Kontakten meint. Im Kurs lernen Sie, diese Begriffe klar zu differenzieren und auf die Lebenswirklichkeit von Pflegebedürftigen anzuwenden.
Welche gesundheitlichen Folgen kann Einsamkeit bei älteren Pflegebedürftigen haben?
Einsamkeit im Alter kann sowohl psychische Belastungen wie Depressionen als auch physische Gesundheitsprobleme wie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstärken. Der Kurs gibt einen Überblick über aktuelle Studienergebnisse und deren Bedeutung für die Pflegepraxis.
Was sind besondere Risikofaktoren für Vereinsamung in der ambulanten Pflege?
Risikofaktoren sind zum Beispiel der Verlust naher Bezugspersonen, eingeschränkte Mobilität und das Fehlen sozialer Netzwerke. Im Kurs werden typische Situationen in der ambulanten Versorgung beleuchtet und praxisnahe Lösungsansätze vorgestellt.
Welche Strategien vermittelt der Kurs zur Förderung sozialer Teilhabe älterer Menschen?
Der Kurs stellt verschiedene Möglichkeiten vor, um soziale Teilhabe trotz Pflegebedürftigkeit zu stärken, wie etwa die Aktivierung vorhandener Ressourcen, Zusammenarbeit mit Angehörigen und die Nutzung von Tagespflegeangeboten. Ziel ist es, praktische Maßnahmen für den Pflegealltag zu entwickeln.
Wie können Pflegende konkret gegen Einsamkeit bei Klientinnen und Klienten in der Häuslichkeit vorgehen?
Pflegende erhalten im Kurs konkrete Empfehlungen, beispielsweise zur gezielten Gesprächsführung, zur Förderung sozialer Aktivitäten und zur Unterstützung bei der Teilnahme an Gemeinschaftsangeboten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen kann einen entscheidenden Beitrag zur Lebensqualität leisten.
Referent
Siegfried Huhn
Seit 1988 arbeitet er freiberuflich in der Pflegeberatung, Fortbildung und Qualitätsentwicklung mit den Schwerpunkten gerontologische Pflege und betriebliche Gesundheitsfürsorge. Er ist aktives Mitglied in der Expertengruppe zur Entwicklung nationaler Expertenstandards.
Im Jahr 2020 wurde aufgrund seiner herausragenden Arbeit und seines Engagements in der Pflege mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Seine Erkenntnisse veröffentlicht er regelmäßig in Fachzeitschriften und Büchern.