Online Fortbildung
Abhängigkeitserkrankungen mit Schwerpunkt Alkohol
7 Lernmodule (22:40 Min)
Zusammenfassung
Alkoholabhängigkeit in ambulanter, stationärer Pflege und Klinik: Kurs vermittelt neurobiologische Grundlagen, Diagnostik, Behandlung und Folgen des Alkoholmissbrauchs. Pflegekräfte lernen Risiken, Entzugssymptome und Praxistipps zur Unterstützung Betroffener kennen.
Kursbeschreibung
3,4 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig oder betreiben Alkoholmissbrauch. Ein Thema, das sowohl in der ambulanten und stationären Pflege als auch in Krankenhäusern höchst relevant ist. Denn: Durch steigenden Alkoholkonsum nehmen gesundheitliche Risiken und Folgeschäden auf körperlicher, psychischer und psychosozialer Ebene zu.
Doch ab wann gilt man überhaupt als abhängig? Welche Faktoren begünstigen eine Suchtentstehung? Und wie können Sie Betroffenen in Ihrer Praxis helfen?
Ein abruptes Absetzen führt zum Beispiel zu psychovegetativen Entzugssymptomen und nicht selten zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Krampfanfall, Delirium tremens oder zur Wernicke-Enzephalopathie. Gefürchtet sind auch die Spätfolgen Wernicke-Korsakow und die Alkoholdemenz.
In diesem Kurs führt der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Oscar Flissakowski Sie durch die neurobiologischen Grundlagen der Suchtentstehung mit Fokus auf Alkoholabhängigkeit. Erfahren Sie u. a. mehr über epidemiologische Daten, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten der Alkoholabhängigkeit.
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Das lernen Sie in diesem Kurs
- Epidemiologie
- Kriterien der Abhängigkeit nach ICD-10
- Faktoren der Suchtentstehung
- neurobiologische Grundlagen
- Fokus - Alkohol
- Alkoholentzugssyndrom
- Folgekrankheiten
- Therapiemöglichkeiten in Deutschland
- Therapie bei Alkoholabhängigkeit
- Tipps für die Praxis
Häufig gestellte Fragen
Welche Kriterien nach ICD-10 werden zur Diagnose einer Alkoholabhängigkeit vermittelt?
Im Kurs werden die diagnostischen Kriterien nach ICD-10 ausführlich vorgestellt. Sie erfahren, wie eine Alkoholabhängigkeit anhand eindeutiger Symptome und Verhaltensänderungen erkannt werden kann.
Welche körperlichen und psychischen Entzugssymptome können bei Alkoholentzug auftreten?
Beim Alkoholentzug können sowohl psychovegetative Symptome wie Unruhe, Schwitzen und Schlaflosigkeit als auch schwere Komplikationen wie Krampfanfälle oder Delirium tremens auftreten. Der Kurs zeigt, wie diese Symptome erkannt und behandelt werden können.
Wie können Pflegekräfte Betroffene bei der Therapie von Alkoholabhängigkeit unterstützen?
Pflegekräfte lernen im Kurs praxisnahe Tipps zur Unterstützung von Betroffenen, zum Beispiel im Umgang mit Suchtverhalten, Motivation zur Therapie und zur Einbindung in multiprofessionelle Teams. Der Fokus liegt auf praxisnahen Interventionsmöglichkeiten im Pflegealltag.
Welche Folgeerkrankungen durch Alkoholmissbrauch werden im Kurs thematisiert?
Der Kurs behandelt relevante Folgekrankheiten wie Wernicke-Korsakow-Syndrom, Alkoholdemenz sowie körperliche Schäden an Leber, Herz und Nervensystem. Sie erhalten einen Überblick über Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.
Was sind häufige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit laut Kursinhalten?
Im Kurs werden sowohl genetische als auch psychosoziale und gesellschaftliche Faktoren beleuchtet, die eine Suchtentstehung begünstigen können. Dazu zählen familiäre Belastungen, Stress, soziale Isolation und bestimmte Persönlichkeitsmerkmale.
Referent