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Expertenstandard Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz
8 Lernmodule (52:13 Min)
Zusammenfassung
Expertenstandard Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz: Pflegefachkräfte stärken Interaktion, Kommunikation und personzentrierte Haltung bei Demenzversorgung. Der Kurs vermittelt Umsetzung, Evaluation und Qualitätsaspekte für ambulante und stationäre Pflege.
Kursbeschreibung
Unsere Expertin Prof. Dr. Martina Roes vermittelt Ihnen auf eindrucksvolle Weise umfassend und fachlich fundiert den Expertenstandard »Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz«.
Welche Inhalte verbergen sich hinter dem Expertenstandard und wie hängt er mit Ihrem pflegerischen Alltag zusammen?
Im Mittelpunkt dieses Expertenstandards steht die Beziehungsgestaltung, insbesondere die Interaktion und Kommunikation mit dem pflegebedürftigen Menschen mit Demenz. Eine personzentrierte Haltung spielt dabei eine besondere Rolle.
Aber was genau ist damit gemeint?
Mit einer personzentrierten Haltung wird die Art der Pflege, das »Wie«, als genauso wichtig erachtet wie das »Was«, also die Handlung selbst. Damit erstreckt sich die Beziehungsgestaltung auf jede Situation, die gemeinsam mit dem Menschen mit Demenz gestaltet wird.
Das Ziel ist es, dem Menschen mit Demenz das Gefühl zu geben, gehört, verstanden und angenommen zu werden sowie mit anderen Personen verbunden zu sein. Wie Sie das in Ihrer Pflegepraxis erreichen, zeigt Ihnen Prof. Dr. Roes in diesem Schulungsvideo.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Entwicklung des Expertenstandards
- Zusammenhang von Expertenstandard und professioneller Qualität
- Aufbau des Expertenstandards
- Struktur, Prozess und Ergebnis
- Personzentrierung im Zusammenhang mit Beziehungsgestaltung
- Beziehungsgestaltung als ein Kernelement der Lebensqualität
- Zielgruppe
- Verstehenshypothese
- Interventionen
- Kriteriengestützte Evaluation
Häufig gestellte Fragen
Wie unterstützt der Expertenstandard die personzentrierte Pflege von Menschen mit Demenz?
Der Expertenstandard legt besonderen Wert auf eine personzentrierte Pflegehaltung und zeigt, wie diese im täglichen Umgang mit Menschen mit Demenz umgesetzt werden kann. Er hilft Pflegenden, individuelle Bedürfnisse zu erkennen und Beziehungen so zu gestalten, dass sich Betroffene verstanden und angenommen fühlen.
Welche Rolle spielt die Beziehungsgestaltung für die Lebensqualität von Menschen mit Demenz?
Die Beziehungsgestaltung ist ein zentrales Kernelement für die Lebensqualität von Menschen mit Demenz, wie es im Expertenstandard betont wird. Durch eine empathische, wertschätzende Interaktion können Wohlbefinden und die Verbindung zu anderen Menschen nachhaltig gefördert werden.
Wie lässt sich der Expertenstandard im ambulanten und stationären Pflegealltag anwenden?
Im Kurs wird erläutert, wie die Prinzipien des Expertenstandards sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflegepraxis umgesetzt werden können. Dabei wird auf typische Alltagssituationen eingegangen und gezeigt, wie Pflegende durch reflektierte Beziehungsgestaltung die Versorgung verbessern können.
Was versteht man unter einer 'Verstehenshypothese' im Kontext der Demenzpflege?
Die Verstehenshypothese ist ein Konzept, das dabei hilft, das Verhalten von Menschen mit Demenz besser zu deuten und individuelle Ursachen für Handlungen zu erkennen. Im Kurs wird vermittelt, wie diese Methode im Pflegealltag zur gezielten Intervention führen kann.
Wie erfolgt die Evaluation der Beziehungsgestaltung nach dem Expertenstandard?
Die Evaluation erfolgt kriteriengestützt und hilft dabei, die Qualität der Beziehungsgestaltung systematisch zu überprüfen. Im Kurs werden praxisnahe Beispiele für Indikatoren der erfolgreichen Umsetzung vorgestellt und erläutert, wie diese in Ihrem Team umgesetzt werden können.
Referent
Prof. Dr. Martina Roes
Ihr Forschungsfokus gilt dem Feld der Demenz, in dessen Kontext sie sich insbesondere auf methodische Strategien in der Sozialforschung konzentriert. Darüber hinaus ist sie am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) im Bereich Implementierungs- und Disseminationsforschung und Methoden in der Versorgungsforschung aktiv. Dort befasst sie sich als Gruppenleiterin und Standortsprecherin unter anderem mit der Frage, wie sich Innovationen und Interventionen nachhaltig in die Versorgungspraxis integrieren lassen.