Online Fortbildung
Institutioneller Kinderschutz
4 Lernmodule (12:07 Min)
Zusammenfassung
Institutioneller Kinderschutz in Kitas: Fachkräfte entwickeln und implementieren Schutzkonzepte nach SGB VIII, erkennen Gewaltformen und erstellen Verhaltenskodizes. Der Kurs vermittelt praxisnahe Präventions- und Meldeprozesse gemäß Kinder- und Jugendhilfe.
Kursbeschreibung
»Kinder bedürfen eines besonderen Schutzes«, betont die pädagogische Fachkraft und Sozialwirtin Daniela Faller. Daher hat jede Kindertagesstätte die Pflicht, ein individuelles schriftliches Schutzkonzept für Kinder zu entwickeln und als festen Bestandteil in der Konzeption zu verankern. Dieser Qualitätsmaßstab macht deutlich, dass sich die Kita aktiv dem Schutz der Kinder vor sexualisierter, verbaler, körperlicher und seelischer Gewalt verpflichtet.
Unsere Expertin kommt aus der Praxis und kennt die Gesetzeslage: Sie zeigt Ihnen, welche Aspekte bundesweit notwendige Bestandteile eines Schutzkonzeptes sind und wie das Konzept bei Mitarbeitern zu einer pädagogischen Haltung wird und nicht nur ein Schriftstück für das Regal. Erfahren Sie auch, wie Sie in Ihrer Kita einen Verhaltenskodex als gemeinsame Teamvereinbarung erarbeiten und was nach § 47 SGB VIII zu tun ist, wenn Mitarbeiter Grenzen der Kinder missachten.
Zum Download im Anhang: Ampelsystem (Verhaltensweisen und Handlungen)
Kurs-Tipp: Kinderschutz und Kinderrechte
Das lernen Sie in diesem Kurs
- UN-Kinderrechtskonvention als Teil des Schutzauftrags
- 6 Formen von Gewalt gegenüber Kindern
- Risikoanalyse der eigenen Praxis
- Ampelsystem
- Verhaltenskodex als gemeinsame Teamvereinbarung
- Meldepflicht nach § 47 SGB VIII
Häufig gestellte Fragen
Welche zentralen Bestandteile muss ein Schutzkonzept nach aktuellem Recht in einer Kita enthalten?
Ein Schutzkonzept für Kitas sollte klare Maßnahmen zum Schutz vor verschiedensten Gewaltformen beinhalten, darunter sexualisierte, verbale, körperliche und seelische Gewalt. Es muss bundesweit notwendige Standards erfüllen, wie eine Risikoanalyse, einen Verhaltenskodex und Regelungen für den Umgang mit Verdachtsfällen.
Wie kann das Schutzkonzept in der Kita-Praxis zur gelebten pädagogischen Haltung werden?
Durch regelmäßige Schulungen und gemeinsame Erarbeitung von Verhaltensregeln im Team wird das Schutzkonzept fest im Alltag verankert. Es bleibt so nicht nur ein Papierdokument, sondern prägt aktiv die Haltung und das Handeln der Mitarbeitenden.
Welche Bedeutung hat die Meldepflicht nach § 47 SGB VIII für Mitarbeitende in der Kita?
Die Meldepflicht verpflichtet Kita-Mitarbeitende dazu, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung sofort das Jugendamt zu informieren. Das Ziel ist, Kinder schnellstmöglich wirksam zu schützen und rechtzeitig Hilfen einzuleiten.
Was versteht man unter dem Ampelsystem im Kontext des Kinderschutzes in Kitas?
Das Ampelsystem ist ein praxisnahes Hilfsmittel, um Verhaltensweisen von Mitarbeitenden gegenüber Kindern zu bewerten. Es unterscheidet akzeptable, grenzwertige und nicht tolerierbare Handlungen, was dem Team hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und einheitlich zu reagieren.
Wie wird ein verbindlicher Verhaltenskodex als Teamvereinbarung in der Kita entwickelt?
Der Verhaltenskodex entsteht durch offene Diskussion und gemeinsames Festlegen von Standards innerhalb des Kita-Teams. Alle Mitarbeitenden einigen sich verbindlich auf dieses Regelwerk, wodurch der Kinderschutz transparenter und konsequent umgesetzt wird.
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