Online Fortbildung
Angehörige von Menschen mit Intensivpflegebedürftigkeit
5 Lernmodule (1:14 Std)
Zusammenfassung
Angehörige in der Intensivpflege: Belastungen, Rollenwandel und professionelle Unterstützung werden praxisnah erläutert. Pflegefachkräfte lernen, Bedürfnisse zu erkennen, empathisch zu kommunizieren und gezielte Strategien für ambulante, stationäre und klinische Settings anzuwenden.
Kursbeschreibung
Wie haben Sie Angehörige bisher erlebt?Die Rolle des Angehörigen verändert sich im Falle einer Intensivpflegebedürftigkeit durch veränderte Umstände und daraus resultierender physischer sowie körperlicher Belastung immens. Deshalb reagieren Angehörige auf die ungewohnte Situation immer unterschiedlich.
Sie haben die Aufgabe, angemessen auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen. Um empathisch mit Angehörigen umgehen zu können, ist es wichtig zu verstehen, was in ihnen vorgeht. Unser Referent hilf Ihnen dabei.
Dirk Franke ist Pflegedienstleiter und Fachkoordinator. Er ist im Zentrum für Beatmung und Intensivpflege in Berlin tätig. In dieser Fortbildung erklärt er Ihnen, was in einem Angehörigen vorgeht, um Ihnen dann Strategien mit auf den Weg zu geben, damit Sie professionell kommunizieren und unterstützen können.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Trauer / Trauma
- Chronische Erkrankungen und Folgen innerhalb der Familien
- Vierphasenmodell der Trauer
- Die Rolle der Angehörigen
- Pflegerische Betreuung durch Angehörige
- Interaktion mit dem Betroffenen
- Mitbetroffene
- Angehörige in der akuten Krisensituation
- Strategien, Bedürfnisse und Angebote
- Angehörige in der Reha-Klinik und Erwartungen an die Rehabilitationsklinik
- Nach Hause oder in eine Einrichtung?
- Motive und Empfehlungen
- Professionelle Unterstützung durch die Pflege
- Strategien
- Pflegerische Aufgaben
- Assessment in der Angehörigenberatung
Häufig gestellte Fragen
Welche besonderen Herausforderungen erleben Angehörige von Menschen mit Intensivpflegebedürftigkeit?
Angehörige sehen sich häufig neuen emotionalen, physischen und sozialen Belastungen gegenüber, wenn ein Familienmitglied intensivpflegebedürftig wird. Diese Situation kann Unsicherheit, Überforderung und auch Trauer hervorrufen, was das Familienleben und die Rollenverteilung stark beeinflusst.
Wie unterstützt der Kurs beim Umgang mit trauernden oder traumatisierten Angehörigen?
Im Kurs werden das Vierphasenmodell der Trauer sowie die typischen Reaktionen auf Trauma erklärt. Teilnehmende lernen, Angehörige in verschiedenen Trauerphasen zu erkennen und individuell zu unterstützen, um empathisch und situationsgerecht zu reagieren.
Welche pflegerischen Aufgaben können auch von Angehörigen übernommen werden?
Der Kurs thematisiert, wie Angehörige in die pflegerische Betreuung eingebunden werden können und welche Aufgaben sie realistisch leisten dürfen. Es werden zudem Grenzen und notwendige Unterstützungsangebote durch das Pflegeteam aufgezeigt.
Wie kann die Pflegefachkraft Angehörige in akuten Krisensituationen professionell unterstützen?
Es werden Strategien vorgestellt, wie in Krisensituationen Ruhe und Struktur für Angehörige geschaffen werden kann. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Kommunikations- und Unterstützungsangebote, um Sicherheit und Orientierung zu vermitteln.
Welche Erwartungen haben Angehörige an Rehabilitationskliniken und wie kann darauf eingegangen werden?
Der Kurs beleuchtet typische Motive und Erwartungen, die Angehörige an eine Reha-Klinik stellen, wie beispielsweise umfassende Information und Einbindung in den Rehabilitationsprozess. Pflegekräfte lernen, diese Erwartungen wahrzunehmen und in der täglichen Praxis angemessen darauf zu reagieren.
Referent
Dirk Franke
Darüber hinaus engagiert er sich als Vorstandsmitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft PhaseF sowie in der Landesarbeitsgemeinschaft Phase F Berlin – einer Vereinigung von Einrichtungen, die Menschen mit schwersten neurologischen Schädigungen versorgen.