Online Fortbildung
Dekubitus oder IAD?
7 Lernmodule (29:07 Min)
Zusammenfassung
Dekubitus und IAD sicher unterscheiden: Pflegekräfte erhalten praxisnahe Kriterien zur Differenzierung von Druckgeschwüren und Inkontinenz-assoziierter Dermatitis in allen Versorgungsformen. Typische Risikofaktoren, Präventions- und Therapiemaßnahmen werden anschaulich erklärt.
Kursbeschreibung
Dekubitus oder IAD? Durch ein ähnliches Erscheinungsbild der beiden Wundarten, kommt es in der Pflegepraxis häufig zu Verwechslungen. Das wird auch durch eine Studie aus dem Jahr 2010 (Beckmann et al.) bestätigt: Rund 1.200 Pflegekräften wurden 20 Wundfotos beider Wundarten gezeigt, von denen nur 44,5% richtig eingeschätzt und zugeordnet werden konnten.
Von der Lokalisation über die Wundumgebung bis hin zum Wundgrund: Unser Wundexperte Gerhard Schröder zeigt Ihnen an authentischen Wundfotos besonders anschaulich, woran Sie genau erkennen, um welche Wunde es sich handelt.
Lernen Sie die vier Kriterien kennen, die Ihnen in Ihrer Pflegepraxis dabei helfen, eine Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) von einem Dekubitus zu unterscheiden.
Und damit nicht genug: Erfahren Sie auch, wie eine IAD und ein Dekubitus entsteht, wer besonders gefährdet ist und was Sie in Ihrer Pflegepraxis präventiv tun können.
Gleich herunterladen: Entscheidungsfragen zur Unterscheidung zwischen einem Dekubitus und einer IAD sowie wichtige Präventionsmaßnahmen zur IAD finden Sie im Kursanhang.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Dekubitus und Feuchtigkeitswunden: Grundlagen
- 4 Kriterien zur Unterscheidung: Dekubitus oder IAD
- Dekubitalgeschwüre: Risikofaktoren und Merkmale
- Inkontinenz-assoziierte Dermatitis
- Beginnende IAD
- Mäßige IAD
- Schwere IAD (Pilzbefall)
- Wie entsteht eine IAD?
- Symptome einer IAD
- Prävention und Therapie
- Entscheidungsbaum zur Unterscheidung IAD oder Dekubitus
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich den Unterschied zwischen einem Dekubitus und einer Inkontinenz-assoziierten Dermatitis (IAD)?
Im Kurs lernen Sie die vier zentralen Kriterien kennen, anhand derer Sie eine IAD von einem Dekubitus unterscheiden können, darunter Lokalisation, Wundumgebung, Wundgrund und Symptomatik. Authentische Wundfotos und Entscheidungsbäume helfen Ihnen, diese in der Praxis sicher anzuwenden.
Welche Risikofaktoren führen zur Entstehung eines Dekubitus beziehungsweise einer IAD?
Sie erfahren, welche Patientengruppen besonders gefährdet sind, wie etwa immobile Personen oder Menschen mit Inkontinenz. Zudem wird erläutert, wie Feuchtigkeit, Druck und mangelnde Hautpflege zur Entwicklung dieser Wundarten beitragen können.
Welche typischen Symptome unterscheiden eine beginnende von einer schweren IAD?
Im Kurs werden die unterschiedlichen Stadien der IAD anhand von Beispielen erklärt, von leichten Hautrötungen bis zu schweren Fällen mit Pilzbefall. So können Sie frühzeitig erkennen, wie sich die Symptomatik entwickelt und gezielt handeln.
Wie sieht eine effektive Prävention für IAD und Dekubitus in verschiedenen Pflegebereichen aus?
Sie lernen, welche Maßnahmen in der stationären, ambulanten und spezialisierten Pflege besonders wichtig sind, um Feuchtigkeits- und Druckschäden zu vermeiden. Der Kurs zeigt praxistaugliche Methoden zur Hautinspektion, Lagerung und Hautschutzpflege.
Welche Hilfsmittel und Materialien werden zur Unterscheidung und Dokumentation von Dekubitus und IAD empfohlen?
Der Kurs stellt Ihnen hilfreiche Entscheidungsfragen, Tools und Anleitungen zur Verfügung, die Sie direkt in Ihrer Pflegepraxis anwenden können. Dazu gehören auch standardisierte Dokumentationshilfen zur sicheren Zuordnung und Verlaufskontrolle der Wunden.
Referent
Gerhard Schröder
Im Jahr 2004 hat er das erste ICW-Curriculum ins Leben gerufen und mitentwickelt. Seit vielen Jahren führt er Qualifizierungen zum »Pflegeexperten Dekubitus« und zum »Pflegeexperten chronische Wunden« durch. Seine Konzepte sind so erfolgreich, dass sie auch mit Anerkennung durch das österreichische Krankenpflegegesetz in Wien zugelassen sind.