Online Fortbildung
Die stationäre Qualitätsprüfung: Vorbereitung und Durchführung (Der Pflege TÜV)
8 Lernmodule (59:30 Min)
Zusammenfassung
Qualitätsprüfung in der stationären Pflege: Der Kurs vermittelt aktuelle Verfahren des Pflege-TÜV, von der Indikatorenerhebung über den Umgang mit Qualitätsberichten bis zur Vorbereitung auf MDK-Prüfungen. Verwaltung und Qualitätsmanagement stehen im Fokus.
Kursbeschreibung
Am 19. März 2019 verabschiedete der erweiterte Qualitätsausschuss Pflege wesentliche Regelungen für die Qualitätsdarstellung, die die Ergebnisse externer Qualitätsprüfungen in vollstationären Pflegeheimen abbilden. Die neue Qualitätsdarstellung beruht auf drei Säulen: Berücksichtigt werden zukünftig Ergebnisse aus Qualitätsprüfungen wie z. B. die Unterstützung Pflegebedürftiger bei der Ernährung, Körperpflege oder Wundversorgung, außerdem Ergebnisse von Qualitätsindikatoren wie z. B. zur Mobilitätserhaltung, bei der Verhinderung von Druckgeschwüren oder die Anwendung von Gurtfixierungen und Bettgittern. Als dritte Säule ergänzen die sog. Einrichtungsinformationen die Ergebnisse der externen Qualitätsprüfung und Qualitätsindikatoren, dazu gehören u.a. die Erreichbarkeit der Pflegeeinrichtung, die Möglichkeit des Probewohnens oder die Personalausstattung. Im Oktober 2019 begann die schrittweise Umsetzung des neuen Qualitätssystems.
Unser Referent Claus Bölicke, Mitglied im AWO Bundesverband e.V. und Leiter der Abteilung Gesundheit, Alter und Behinderung geht mit Ihnen ins Detail.
Was bedeuten die neuen QPR für die stationären Pflegeeinrichtungen? Die Pflegeheime sollen alle 6 Monate eine Erfassung der Ergebnisqualität (Indikatorenerfassung) durchführen und an die Datenauswertungsstelle (DAS) übergeben. Dort werden die Ergebnisse bundesweit verglichen und ein Durchschnitt ermittelt. Eine Empfehlung der DAS soll dabei helfen, die Qualität der Einrichtung zu verbessern. Der MDK prüft anhand des Berichts die Plausibilität der erfassten Angaben, der sich, sofern keine Anlassprüfung vorliegt, einen Tag im Voraus anmeldet.
Um die pflegerische Beratung zu fördern und die Qualität zu verbessern, steht das Fachgespräch mit dem MDK im Fokus der Prüfung. Hier wird die Versorgung von 9 Bewohnern, die der MDK stichprobenartig auswählt, besprochen. An sechs der neun Bewohner wird die Plausibilität der Datenerhebung bewertet. Wichtig ist, dass alle Mitarbeiter zum neuen Qualitätsprüfungsverfahren geschult werden.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Einordnung in die aktuelle Entwicklung und Gesamtprozess
- Datenerhebung
- Stichtagsvergabe
- Erhebungsinstrument
- Qualitätsindikatoren
- Feedbackberichte
- Externe Prüfung
- Prüfbogen
- Bewertungssystematik
- Veröffentlichung
- Indikatorenergebnisse
- Prüfergebnisse
- Einführung des neuen Systems in der vollstationären Pflege
- Grundlagen
- Implementierung
- Qualitätsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Wie läuft die Vorbereitung auf die stationäre Qualitätsprüfung nach dem neuen Verfahren ab?
Die Vorbereitung umfasst die Erhebung und Dokumentation relevanter Qualitätsindikatoren, die halbjährlich an die Datenauswertungsstelle übermittelt werden müssen. Mitarbeitende sollten zudem mit dem neuen Bewertungsverfahren und den Abläufen der externen Prüfung vertraut gemacht werden.
Welche Rolle spielen Qualitätsindikatoren bei der Qualitätsprüfung in stationären Pflegeeinrichtungen?
Qualitätsindikatoren, wie Mobilitätserhalt oder Verhinderung von Dekubitus, dienen der objektiven Messung der Versorgungsqualität. Ihre Ergebnisse werden regelmäßig ausgewertet und fließen als eine von drei Säulen in die Gesamtbewertung einer Einrichtung ein.
Was wird im Fachgespräch mit dem MDK während der Prüfung besprochen?
Im Fachgespräch bewertet der MDK anhand von neun zufällig ausgewählten Bewohnern besonders die Plausibilität der dokumentierten Datenerhebung. Sechs dieser Fälle werden vertieft geprüft, um die Korrektheit der Angaben und die Versorgungsqualität zu bewerten.
Wie wird das neue Qualitätsprüfungssystem in den Alltag einer stationären Pflegeeinrichtung integriert?
Das System verlangt die laufende Schulung aller Mitarbeitenden bezüglich der Indikatorenerhebung und der Prozessabläufe. Zudem müssen neue Dokumentationsanforderungen im Qualitätsmanagement und bestehende Abläufe an die Vorgaben angepasst werden.
Welche Einrichtungsinformationen beeinflussen das Ergebnis der externen Qualitätsprüfung?
Zusätzlich zu den Indikator- und Prüfergebnissen fließen Informationen wie Erreichbarkeit der Einrichtung, Personalausstattung und Angebote wie Probewohnen in die Bewertung ein. Diese ergänzen das Bild der Versorgungsqualität und werden ebenfalls veröffentlicht.
Referent
Claus Bölicke
In seiner Praxis hat er sich auf die Bereiche Gerontopsychiatrie und Pflege von Menschen mit Demenz spezialisiert.