Online Fortbildung
Pflegegradmanagement
4 Lernmodule (32:55 Min)
Zusammenfassung
Pflegegradmanagement in ambulanter und stationärer Tagespflege: Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, personenzentrierte Einstufung und praktische Umsetzung des Begutachtungsverfahrens erläutert. Strategien für gerechte Pflegegrade und professionellen Umgang mit dem MDK werden vermittelt.
Kursbeschreibung
Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff verändert nicht nur die Graduierung der Pflegebedürftigen, sondern nimmt Einfluss auf das gesamte Pflegesystem. Wohingegen der Grad zuvor durch den Hilfebedarf des Betroffenen ermittelt wurde, steht heute die personenzentrierte Pflege im Hinblick auf den Grad der Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen im Fokus.Hermann-Josef Ahmann, Dipl.-Ökonom, Multiplikator für das Strukturmodell, Einrichtungsleiter und freiberuflicher Dozent, erklärt Ihnen kompakt, wie Sie das neue Begutachtungsverfahren in Ihren Pflegealltag implementieren.
Er erläutert neben den Neuerungen zum Pflegebedürftigkeitsbegriff, das proaktive Pflegegradmanagement in ökonomischer und pflegefachlicher Hinsicht. Darüber hinaus verrät Ihnen Herr Ahmann praktische Tipps im Umgang mit dem MDK - für eine gerechte Begutachtung, auch im Falle eines Widerspruchverfahrens.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Was ist Pflegegradmanagement?
- Was sind die Neuerungen in der Langzeitpflege?
- Wie werden gerechte Pflegegrade mit dem MDK Gutachter ermittelt?
- Wie funktioniert der Umgang und die Kommunikation mit dem MDK?
- Wie geht man im Falle eines Widerspruchs vor?
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff die Einstufung von Pflegebedürftigen?
Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff legt den Fokus auf die individuelle Selbstständigkeit einer Person und nicht mehr nur auf den Hilfebedarf. Dadurch werden Ressourcen und Fähigkeiten der Pflegebedürftigen stärker berücksichtigt, was die Einstufung und Betreuung zielgerichteter und persönlicher macht.
Welche Rolle spielt das Pflegegradmanagement im Arbeitsalltag von Pflegekräften in der Tages- und Langzeitpflege?
Pflegegradmanagement sorgt dafür, dass Pflegebedürftige einen ihrem Zustand angemessenen Pflegegrad erhalten. Pflegekräfte unterstützen diesen Prozess durch gezielte Dokumentation und Kommunikation, was in der Tages- und Langzeitpflege zu einer besseren Versorgung und angemesseneren Leistungen beiträgt.
Wie kann man als Pflegekraft eine gerechte Begutachtung durch den MDK sicherstellen?
Eine transparente und vollständige Pflegedokumentation ist entscheidend, um den tatsächlichen Unterstützungsbedarf im Begutachtungsverfahren darzulegen. Außerdem hilft eine gute Vorbereitung auf den Begutachtungstermin, damit alle relevanten Aspekte zur Sprache kommen.
Was sind typische Fallstricke beim Umgang mit dem MDK im Zusammenhang mit Pflegegraden?
Häufig entstehen Missverständnisse durch unklare oder lückenhafte Dokumentationen sowie fehlende Kommunikation wichtiger Informationen. Es ist daher wichtig, sachlich, klar und rechtzeitig mit dem MDK zu kommunizieren und den Pflegebedarf nachvollziehbar darzustellen.
Wie sollte man im Falle eines Widerspruchs gegen einen Pflegegrad-Bescheid vorgehen?
Im Widerspruchsverfahren sollten alle fachlichen Argumente sowie zusätzliche Aspekte, die bei der Erstbegutachtung möglicherweise nicht berücksichtigt wurden, sorgfältig dokumentiert und vorgelegt werden. Eine strukturierte und nachvollziehbare Begründung erhöht die Chancen auf eine positive Entscheidung im Sinne der Pflegebedürftigen.
Referent
Hermann-Josef Ahmann
Hermann-Josef Ahmann ist darüber hinaus offizieller Multiplikator des Strukturmodells für die Pflegedokumentation sowie Autor verschiedener Fachbücher und Fachartikel.