Online Fortbildung
Freiheitsentziehende Maßnahmen in der stationären Pflege
5 Lernmodule (56:30 Min)
Zusammenfassung
Freiheitsentziehende Maßnahmen in der stationären Pflege: Pflegekräfte lernen rechtliche Voraussetzungen, ethische Aspekte und praktische Umsetzung von FeM kennen. Der Kurs vermittelt Entscheidungsgrundlagen für den verantwortungsvollen Einsatz im Pflegealltag.
Kursbeschreibung
Freiheitsentziehende Maßnahmen (FeM) im stationären Pflegealltag schützen vor Sturz, Verirren und so manchem mehr. Doch bei der Anwendung stellt sich häufig die Frage: »Sind freiheitsentziehende Maßnahmen erlaubt und welche Genehmigungen müssen vorliegen, damit kein Freiheitsentzug besteht?«
Unser Rechtsexperte Axel Foerster informiert Sie, wie Sie eine freiheitsentziehende Maßnahme erkennen, worauf Sie als Pflegekraft beim Einsatz achten müssen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Freiheitsentziehende Maßnahmen zulässig sind.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Was sind freiheitsentziehende Maßnahmen (FeM)?
- Wozu dient das Wissen über FeM?
- Wer entscheidet über den Einsatz von FeM?
- Prüfung von FeM als Pflegeperson
- Pflegerische Diskussion
- Ethische Diskussion
- Vier ethische Ziele
- Rechtliche Diskussion
- Praktische Anwendung und Umsetzung von FeM
Häufig gestellte Fragen
Welche gesetzlichen Voraussetzungen müssen für den Einsatz freiheitsentziehender Maßnahmen in der stationären Pflege erfüllt sein?
Für den Einsatz freiheitsentziehender Maßnahmen müssen zwingende rechtliche Voraussetzungen vorliegen, wie etwa akute Selbst- oder Fremdgefährdung. In der Regel ist außerdem eine richterliche Genehmigung erforderlich, um sicherzustellen, dass die Maßnahme verhältnismäßig und zum Schutz der betroffenen Person notwendig ist.
Welche Arten von freiheitsentziehenden Maßnahmen werden im Kurs behandelt?
Im Kurs werden verschiedene Formen freiheitsentziehender Maßnahmen thematisiert, etwa Bettgitter, Fixierungen oder das Abschließen von Türen. Es wird erläutert, wann diese Maßnahmen als freiheitsentziehend gelten und welche Alternativen es geben kann.
Wer entscheidet in der stationären Pflegeeinrichtung über die Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen?
In der Regel können Pflegekräfte keine eigenständige Entscheidung über die Anwendung treffen. Die Anordnung erfolgt meist durch den Arzt oder auf Grundlage einer richterlichen Genehmigung, wobei das Pflegeteam eng eingebunden ist und die Notwendigkeit stets kritisch evaluiert werden muss.
Wie können Pflegekräfte im Alltag freiheitsentziehende Maßnahmen erkennen und prüfen?
Pflegekräfte lernen im Kurs, typische Situationen und Merkmale von FeM im Pflegealltag zu identifizieren und zu beurteilen, ob eine Maßnahme tatsächlich die Bewegungsfreiheit einschränkt. Sie erhalten praktische Tipps zur Dokumentation und prüfen gemeinsam, ob Alternativen möglich sind.
Welche ethischen Fragestellungen werden im Zusammenhang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen diskutiert?
Der Kurs behandelt ethische Aspekte wie Würde, Selbstbestimmung und das Fürsorgeprinzip. Es wird diskutiert, wie Pflegekräfte zu ausgewogenen Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Schutz und Freiheit beitragen können.
Referent