Online Fortbildung
Passierte Kost: Gaumenfreuden mit Smoothfood
4 Lernmodule (41:31 Min)
Zusammenfassung
Passierte Kost und Smoothfood in Pflege und Klinik: Ernährung bei Kau- und Schluckstörungen nach Expertenstandard sicherstellen. Der Kurs zeigt praxisnah Zubereitung, geeignete Lebensmittel und interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Vermeidung von Mangelernährung.
Kursbeschreibung
Der Expertenstandard Ernährungsmanagement gibt vor, dass bei jedem Patienten oder Bewohner mit pflegerischem Unterstützungsbedarf eine orale Nahrungsaufnahme nach individuellem Bedarf gesichert ist und einer drohenden oder bestehenden Mangelernährung entgegengewirkt wird.
Doch wie umsetzen, wenn der Bewohner Kau- und Schluckstörungen hat und die Konsistenz der Nahrung eine zunehmende Wichtigkeit einnimmt?
Die Lösung ist pürierte und passierte Kost: Doch was ist überhaupt der Unterschied? Wann ist welche Kost die Richtige? Und wie kann der Bedarf frühzeitig erkannt werden?
Die Ökotrophologin Veronika Schaper und der Smoothfood-Experte Herbert Thill zeigen eindrucksvoll live in der Küche, wie passierte Kost mit etwas Übung und einem leistungsstarken Mixer so appetitlich und nährstoffreich zubereitet wird, um einer Mangelernährung entgegenzuwirken.
Für Ihre Kochpraxis: Alle Rezepte und ein Glossar finden Sie im Anhang.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Expertenstandard Ernährungsmanagement
- Kau- und Schluckstörungen unterscheiden können
- Geeignete Lebensmittel bei leichten Kaustörungen
- Geeignete Lebensmittel bei starken Kau- und Schluckstörungen
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit (Logopädie, Hauswirtschaft, Pflege)
- Zubereitung einer passierten Hauptmahlzeit
Häufig gestellte Fragen
Welche Unterschiede bestehen zwischen pürierter und passierter Kost im Rahmen des Ernährungsmanagements?
Pürierte Kost enthält meist noch fein gemahlene Bestandteile, während passierte Kost komplett frei von Stücken und Fasern ist. Die Wahl der richtigen Konsistenz richtet sich nach dem individuellen Kau- und Schluckvermögen der zu betreuenden Personen.
Wie kann ich frühzeitig den Bedarf an passierter Kost bei Bewohnern mit Kau- oder Schluckstörungen erkennen?
Der Bedarf an passierter Kost kann anhand von Anzeichen wie Husten beim Essen, langem Kauprozess oder sichtlichen Schluckbeschwerden erkannt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit Logopädie und Pflege hilft dabei, den Bedarf frühzeitig zu identifizieren.
Welche Lebensmittel sind bei leichten versus starken Kau- und Schluckstörungen besonders geeignet?
Bei leichten Kaustörungen können weiche oder leicht pürierte Lebensmittel angeboten werden, während bei starken Störungen vollständig passierte und homogene Speisen notwendig sind. Der Kurs geht auf geeignete Lebensmittel und deren praktische Umsetzung im Alltag ein.
Wie unterstützt die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Umsetzung von passierter Kost in verschiedenen Pflegebereichen?
Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert die enge Zusammenarbeit von Pflege, Logopädie, Hauswirtschaft und ggf. ärztlichem Dienst. So lassen sich individuelle Ernährungspläne sowie geeignete Konsistenzen passender Kost für verschiedene Versorgungsformen festlegen.
Wie wird passierte Kost im Kurs so zubereitet, dass sie sowohl appetitlich aussieht als auch nährstoffreich bleibt?
Im Kurs werden Techniken und Rezepte vermittelt, bei denen moderne Küchengeräte genutzt werden, um ansprechende Form und Farbe zu erhalten. Gleichzeitig wird Wert auf einen ausgewogenen Nährstoffgehalt gelegt, um einer Mangelernährung effektiv vorzubeugen.
Referenten
Herbert Thill, Veronika Schaper
Veronika Schaper gestaltet und implementiert als Dipl. Ökotrophologin u.a. Versorgungsprozesse und -abläufe in Pflegeeinrichtungen mit dem Ziel, den pflegerischen Alltag möglichst wenig zu belasten und eine fortwährend exzellente Verpflegung für pflegebedürftige Senioren zu entwickeln und sicherzustellen.