Online Fortbildung
Traumaerleben und pflegerische Intervention
3 Lernmodule (24:57 Min)
Zusammenfassung
Traumaerleben in ambulanter und stationärer Pflege: Pflegende erkennen posttraumatische Symptome, erlernen pflegerische Interventionen und entwickeln Bewältigungsstrategien. Der Kurs vermittelt Wissen zu Traumaursachen, Resilienz und Selbstfürsorge in Tagespflege und psychiatrischer Pflege.
Kursbeschreibung
Kriegs- und Fluchterfahrung aus der Kindheit oder Jugend, schwere Unfälle, Vergewaltigungen: All das sind Auslöser, die dazu führen, ein Trauma zu erleben. Und nur etwa ein Drittel der traumatisierten Menschen gelingt eine erfolgreiche Traumabewältigung. Solche Erlebnisse können zu posttraumatischen Symptomen, wie Schlafstörungen, Ängsten und Panikattacken, aber auch somatischen Erkrankungen, wie z.B. Blutdruckschwankungen, führen.
»Immer mehr Kollegen aus der ambulanten und stationären Pflege berichten, dass durch die aktuelle Kriegssituation in der Ukraine alte Ängste bei ihren Pflegebedürftigen aufkommen und traumatische Erlebnisse wieder lebendig werden«, so unser Pflegeexperte Siegfried Huhn.
Was also tun? Wie können Sie Ihre Pflegebedürftigen in ihrem Traumaerleben helfen und damit pflegerisch intervenieren? Aber auch: Wie können Sie sich selbst schützen? All diese Fragen beantwortet Ihnen Herr Huhn und gibt Ihnen Grundlagenwissen zu Symptomen und Bewältigungsstrategien an die Hand.
Das lernen Sie in diesem Kurs
- Begriffsdefinition »Trauma«
- Zahlen und Fakten
- Bewältigungsstrategien und Resilienz
- Wie erleben Menschen ein Trauma?
- Maßnahmen zur pflegerischen Intervention
- Selbstfürsorge: Was können Sie für sich tun?
Häufig gestellte Fragen
Welche typischen Symptome eines Traumas werden im Kurs erläutert?
Im Kurs werden klassische posttraumatische Symptome wie Schlafstörungen, Ängste, Panikattacken und körperliche Beschwerden wie Blutdruckschwankungen vorgestellt. Außerdem wird auf Unterschiede in der Symptomatik je nach Lebensalter und Lebensgeschichte eingegangen.
Welche pflegerischen Interventionen werden zur Unterstützung traumatisierter Menschen vermittelt?
Sie lernen im Kurs verschiedene Maßnahmen kennen, um auf traumatische Reaktionen empathisch und fachgerecht zu reagieren. Besonderer Wert wird dabei auf niederschwellige Gesprächsführung, sichere Umgebung und unterstützende Strukturen gelegt.
Wie kann ich als Pflegekraft Menschen mit Kriegs- und Fluchterfahrung gezielt unterstützen?
Der Kurs geht darauf ein, wie Sie auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Kriegs- oder Fluchterfahrungen eingehen können. Sie erfahren, wie Sie deren Sicherheitsgefühl stärken und alte Ängste auffangen können, ohne die Betroffenen zu überfordern.
Welche Bedeutung hat Selbstfürsorge im Umgang mit traumatisierten Pflegebedürftigen?
Selbstfürsorge ist ein zentrales Thema im Kurs, da Pflegekräfte durch den Kontakt mit traumatisierten Menschen selbst belastet werden können. Sie erhalten praxisnahe Strategien, um sich abzugrenzen und Ihre persönliche seelische Gesundheit zu schützen.
Werden in diesem Kurs auch Zahlen und Fakten zur Prävalenz von Traumaerlebnissen im Pflegealltag behandelt?
Ja, der Kurs stellt aktuelle Zahlen und Hintergrundinformationen zur Häufigkeit traumatischer Erfahrungen bei Pflegebedürftigen vor. Dabei werden auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Versorgungsformen thematisiert.
Referent
Siegfried Huhn
Seit 1988 arbeitet er freiberuflich in der Pflegeberatung, Fortbildung und Qualitätsentwicklung mit den Schwerpunkten gerontologische Pflege und betriebliche Gesundheitsfürsorge. Er ist aktives Mitglied in der Expertengruppe zur Entwicklung nationaler Expertenstandards.
Im Jahr 2020 wurde aufgrund seiner herausragenden Arbeit und seines Engagements in der Pflege mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Seine Erkenntnisse veröffentlicht er regelmäßig in Fachzeitschriften und Büchern.